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Albumveröffentlichung - „Lass irre Hunde heulen“
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Das Cover des Albums „Lass irre Hunde heulen“ von Kai Schumacher und Gisbert zu Knyphausen (undatierte Aufnahme).

Klassik

Knyphausen/Schumacher: Schuberts Lieder im Hier und Jetzt

Songwriter Gisbert zu Knyphausen und Pianist Kai Schumacher scheuen für ihr gemeinsames Album vor dem Heiligen Gral der klassischen Liedkunst nicht zurück. Franz Schubert landet sanft in der Gegenwart.

Berlin - Bangemachen gilt nicht: Nach diesem Mutmacher-Motto hat sich Gisbert zu Knyphausen (42) von seinem bewährten deutschen Songwriter-Pop erstmal verabschiedet.

Er singt jetzt Schubert-Lieder - mit unerschrockenem Ansatz, also ohne Furcht vor dem Naserümpfen der „E-Musik“-Dogmatiker. Wichtigster Begleiter des Wahl-Berliners: der versierte Pianist und Keyboarder Kai Schumacher (41).

Gemeinsam mit einem Akustikensemble ist den beiden Künstlern ein grenzüberschreitendes Album geglückt, das Franz Schubert (1797–1828) sachte in die Gegenwart transportiert, ohne die schönen Melodien und Texte anzutasten. Dass auf „Lass irre Hunde heulen“ im Vergleich zu großen Lied-Interpreten der Klassik auch mal ein Ton daneben geht - den Sänger stört es nicht: „Das hat tierisch Spaß gemacht, mal zu schauen, wie viel ich von den Originalmelodien schaffen kann“, sagte der im hessischen Rheingau als Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen geborene Musiker dem „Rolling Stone“. „Im Ausloten der Grenzen liegt ja auch eine schöne Spannung.“

Zumal die berührende Melancholie von erfolgreichen Knyphausen-Alben wie „Hurra! Hurra! So nicht.“ (2010) oder „Das Licht dieser Welt“ (2017) auch in vielen Schubert-Liedern sehr präsent ist - man muss nur „Der Doppelgänger“ oder „Der Leiermann“ hören. Der Komponist sei doch „im Grunde ein Singer-Songwriter“ gewesen, schreibt das Label Neue Meister. „Nur das Dichten überließ er anderen. Tagsüber komponierte Schubert Lieder. Abends sang er diese, manches Mal sich selbst am Klavier begleitend, schon seinen Freunden vor.“

„Mir war die rein klassische Performance von Schubert-Liedern immer zu artifiziell und distanziert“, betonte Schumacher im „Rolling Stone“. Denn eigentlich sei es doch so: „Es geht um Liebe - meistens geht sie nicht gut aus -, und es geht um den Tod.“ Fazit: Die zehn Stücke, die sich Knyphausen/Schumacher aus dem rund 600 Lieder umfassenden Schubert-Katalog gegriffen haben, ergeben eine anfangs etwas gewöhnungsbedürftige, aber ganz und gar nicht respektlose Klassik-Pop-Melange. dpa

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