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Kleiner grüner Drache in eisiger Umgebung.

„Tabaluga“ in Frankfurt

Idyllische Zeiten

Auch wenn Tabalugas Drachenglück bedroht ist, wendet sich in der Frankfurter Festhalle alles zum Guten.

Von Andrea Pollmeier

Peter Maffay setzt bei seiner vierten „Tabaluga“-Rockmusical-Tournee auf Kontinuität. Der kleine grüne Drache hat sich in den Jahren, seit 1983 das erste „Tabaluga“-Album veröffentlicht worden ist, nicht verändert. Auch der Musicalpartner des Drachen scheint zeitlos. Voll Elan schreitet Peter Maffay in vertrautem Lederjacken-Outfit und engen schwarzen Jeans über die Bühne der Frankfurter Festhalle.

Über einen Laufsteg, der weit in die Zuschauerreihen hineinführt und in eine Frontbühne mündet, kommt er seinem Publikum ganz nah. Von hier aus wird Maffay später aktuelle Songs und neu interpretierte Tabaluga-Klassiker über Freundschaft singen.

Zunächst stimmen jedoch Bergblumen und Vogelgezwitscher die wartende Fangemeinde auf idyllische Zeiten ein. Die Bühne ist mit einer riesigen Panoramabildfläche ausgestattet und kann so in unterschiedlichste Welten verwandelt werden. Sie bietet Raum für die rund 180 Akteure, die das Rockmärchen zweieinhalb Musicalstunden nach der Regie von Regisseur Rufus Beck gestalten. Uwe Ochsenknecht gibt darin die Kameliendame. Zwischen den Songs entfaltet Beck, der hier auch als Magier und Glückskäfer zu sehen ist, eine Dramaturgie, die sich jüngsten Zuschauern garantiert erschließt und die die Botschaft der Show übermittelt: Im Miteinander kommt man weiter als im Streit – „Es lebe die Freundschaft“.

Der Weg zur Freundschaft ist jedoch steinig. Die Bergidylle, die den Auftakt des Musicals so heimelig macht, währt nämlich nur kurz. Grünland wird vom Herrscher über die Eiswelt, dem Schneemann Arktos (Heinz Hoenig) überfallen. Ein mächtiges Schneetreiben bedroht Tabalugas ungetrübtes Drachenglück. Schon bald herrscht kriegerisches Treiben. Kälte bricht ein. Grünländer kämpfen gegen Eisländer, es kracht und blitzt gewaltig am Festhallen-Himmel. Tanzende Armeen aus Ameisen, Bienen, Eisbären, Hasen und Kraken, Säbelkämpfern und Haremssklavinnen ziehen in streng geordneten Paraden über den Laufsteg und erzeugen ein lebendiges, farbenfrohes Bild, das neben Schnee und Bergwiesen auch eine Unterwasserwelt hervorzaubert.

Aus Übermut bringt Tabaluga sogar einen Vulkan zum Ausbruch. Glühende Lavaströme ergießen sich über die Mega-Bildfläche der Hauptbühne. Auf der Flucht vor dem drohenden Unheil führt Tabaluga mit einer Live-Kamera in die Gänge hinter die Kulissen. Am Ende jedoch wird ihm klar: Es gibt keinen Ausweg aus eigener Kraft. Hilfe muss Schneemann Arktos geben, dessen Eisland vom Lava-speienden Vulkan ebenfalls bedroht ist.

Schneekanonen kommen zum Einsatz und retten, anders als im wirklichen Leben, das Bergwiesenidyll der Musical-Magier.

Nächste Tabaluga-Stationen: Erfurt 8./9. November, 11.-13. November, Rostock 15./16. November, Dortmund 18.-20. November, Oberhausen 22. November, Köln 26./27. November.

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