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Pekka Kuusisto und das hr-Sinfonieorchester. Foto: Ben Knabe
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Pekka Kuusisto und das hr-Sinfonieorchester.

„Music Discovery“

hr-Sinfonieorchester: An Wolken kratzen

  • Judith von Sternburg
    VonJudith von Sternburg
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Das „Music Discovery Project“ des Hessischen Rundfunks.

Wer für so genannte Cross-over-Programme normalerweise zu snobistisch ist, kann immer noch bewundern, wie entspannt und selbstverständlich beim „Music Discovery Project“ des Hessischen Rundfunks (Johann Sebastian) Bachs „Sarabande“ aus der 2. Partita d-moll übergeht in das Lied „Stark für dich“ von (Ingo) Pohlmann. „Du kratzt an den Wolken, wenn die Gedanken mich verwirrn, / Und streichst mir oft unbemerkt die Zweifel von der Stirn.“

Was will man mehr? Eigentlich nichts. Vielleicht noch ein wenig Feuerzeug-Flämmchen-Gefühl dazu. Da ist es schon. Es ist regelrecht ergreifend, wie der HR und seine Regie und Technik so viel Mit-3999-anderen-in-der-Jahrhunderthalle-Atmosphäre wie irgend möglich aus dem Sendesaal am Frankfurter Dornbusch auf die heimischen Laptops senden. Zu den Lichtspielen im Saal kommen grafische Späße auf dem Schirm. Zu einem rasenden Violinkonzertsatz von Philip Glass flitzt nachher Frankfurter Verkehr am Publikum vorbei. Wolken sausen über Wolkenkratzerfassaden (schon wieder!). Überhaupt fliegt die Zeit, wenn der Violinist Pekka Kuusisto, Artist of Residence beim hr-Sinfonieorchester, für Glass zum heruntergekühlten Teufelsgeiger wird. Und für den US-Amerikaner Bryce Dessner, dem Composer of Residence, dessen gemeinsam mit dem französischen Musiker Woodkid geschriebenes Werk „Three Hundred and Twenty“ hier seine rasante Uraufführung hatte. Jetzt bräuchte es nur noch den niveauvollen Spielfilm dazu. Bis dahin schauen wir gerne an, wie die Regie für diese Nummer alles schwarzweiß werden lässt. Das waren noch Zeiten.

André de Ridder dirigiert das prächtige hr-Sinfonieorchester, das hören lässt, wie mehr wirklich mehr sein kann, viel mehr. ith

Als Video weiterhin abrufbar via hr-sinfonieorchester.de

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