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Gert Pfankuch

Gert Pfankuch gestorben: Der markante Gestalter

  • vonHans-Jürgen Linke
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Zum Tod des Jazz-Impresarios Gert Pfankuch.

Die Geschichte des Hofheimer Jazzfestivals begann 1975, da war Gert Pfankuch gerade 20 Jahre alt. Fünf Jahre später aber begann er schon, das Festival zu prägen und maßgeblich zu seinem weit über die Region hinaus reichenden Ruf beizutragen. Viele Jahre lang war das Festival mit dem markanten Programm in dem Taunus-Städtchen vor den Toren Frankfurts ein wichtiger Termin in jedem Jazz-Jahres-Kalender. Träger des Festivals war der lokale Förderverein, der legendäre Hofheimer Keller spielte eine wichtige Rolle, und die Beziehungen zwischen der Stadt und den Veranstaltern waren nicht immer ungetrübt, aber das Festival lebte und konfrontierte regionale Bands wirkungsvoll mit internationalen Künstlern.

Gert Pfankuch war nie ein dominanter Machertyp, der alles an sich gerissen und Aufgaben verteilt hätte. Er ließ geschehen, hörte zu, blieb freundlich und sagte in den richtigen Augenblicken mit leiser Stimme und sanftem, klarem Nachdruck die wichtigen Dinge. In den achtziger Jahren gehörte er zu dem Team, das für die immer noch legendäre Ausstellung „That’s Jazz – Der Sound des 20. Jahrhunderts“ auf der Darmstädter Mathildenhöhe samt ihrem Konzertprogramm verantwortlich war. Er war Gründungsmitglied der Hessischen Jazzakademie, die ab 1991 den Hessischen Jazzpreis vergab und sich 1999 auflöste. Im Jazz-Betrieb war er bekannt als Inhaber eines Jazzbüros, das mit Künstlern wie Maceo Parker, Fred Wesley, Abdullah Ibrahim und John McLaughlin arbeitete.

Jetzt ist Gert Pfankuch gestorben, sehr plötzlich und in einer Zeit, die es unmöglich macht, dass all die Menschen, die um ihn trauern, das zusammen tun. Die Trauerfeier soll im Frühjahr 2021, wenn die Gefahr geringer geworden ist, nachgeholt werden. H. L.

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