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Still liegt hier die Jahrhunderthalle.
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Still liegt hier die Jahrhunderthalle.

„Sommerwiese“: Musik in Höchst

Fit mit Blond

  • VonStefan Michalzik
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Start für eine musikalische „Sommerwiese“ neben Frankfurts Jahrhunderthalle .

Sommerwiese“ ist beschönigend, es handelt sich um einen Parkplatz, und der ist asphaltiert. Drum herum aber viel Grün, die Straße ist weit weg – kein übler Ort, an dem die Brotfabrik, das Zoom und die Bookingagentur von Markus Gardian vor der Jahrhunderthalle im Frankfurter Stadtteil Höchst ihre Konzertbühne für die nächsten Monate aufgebaut haben. Es herrscht Sitzplatzpflicht an kleinen Biergarten-Garnituren.

Zu den vielversprechendsten unter den für diesen Monat annoncierten Konzerten gehören Haiyti, Fritzi Ernst und Zugezogen Maskulin – für den ersten Abend allerdings ist musikalisch betrachtet nicht gerade Überwältigendes angesagt gewesen. Ein Mann im Publikum trug im Übrigen ein Shirt mit dem politischen Statement ,,Clubkultur“ auf dem Rücken: Die Politik ist am Zuge, Perspektiven für die Klubs über die Sommermonate hinaus zu entwickeln, im Dialog mit deren Verbänden.

Fünfzig Prozent Sonnenbrillenträger entgegen der praktischen Notwendigkeit – das funktionsenthobene Stylingzubehör wirkt wie ein Zitat aus vergangenen Zeiten und passt damit prächtig zum ziemlich altmodischen Indierock des Berliner Quartetts Laura Lee & The Jettes. Diese bassgetriebene Musik ist sauber gearbeitet, zwischen Garagenrock und auch mal einem Ausreißer in Richtung Kraut. Jegliche Form eines eigenständigen Ansatzes fehlt – gleichwohl immer noch die mit Abstand beste Band unter den dreien.

Die gleichfalls in Berlin ansässigen Wolf & Moon sind der missratene Versuch eines (englischsprachigen) niederländisch-deutschen Dreampop-Duos. Da der Laptop, der normalerweise die elektronischen Beats liefert, seinen Dienst versagte, gab es die ziemlich geballte Naivität von Stefany und Dennis zur nach der Art von Mazzy Star mit viel Hall belegten akustischen Gitarre. Was die Sache vermutlich weder besser noch schlechter machte.

„Was hat das zu bedeuten“

Das hiphopaffine Chemnitzer Trio Blond um die beiden Schwestern Nina (Gesang und Gitarre) und Lotta (Schlagzeug und Gesang) Kummer sowie den Bassisten und Keyboarder Johann Bonitz demonstriert so etwas wie eine gebrochene ,,Girlpower“. ,,Mein Unterbewusstsein ist ’ne kranke Sau/ Bin ich gestört, oder muss ich ins Krankenhaus?/ Was hat das zu bedeuten?/ Kann das bitte jemand deuten?“, heißt es in dem Song ,,Kälberregen“.

Alles quietschig in der Musik, dazu auf kess getrimmte Texte und eine kleine Ausstattungsrevue samt Fitnessübungen für das Publikum. Die Stimmungswogen schwappten hoch.

„Sommerwiese“ -Infos: www.sommerwiese.net

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