Eine Ikone der Frauenbewegung: Die australische Sängerin Helen Reddy ist tot.
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Eine Ikone der Frauenbewegung: Die australische Sängerin Helen Reddy ist tot.

„I am woman“-Sängerin

Feministische Ikone Helen Reddy gestorben

  • Tobias Möllers
    vonTobias Möllers
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Die australische Sängerin Helen Reddy ist tot. Mit der feministischen Hymne „I am Woman“ gelang ihr ein Welthit. Auch für einen Ausspruch wurde sie bekannt.

Die Sängerin Helen Reddy ist in den USA im Alter von 78 Jahren gestorben. Das teilte ihre Familie am Mittwoch mit. „In tiefer Trauer geben wir den Tod unserer geliebten Mutter, Helen Reddy, am Nachmittag des 29. September 2020 in Los Angeles bekannt“, schrieben ihre Kinder Traci und Jordan auf der offiziellen Homepage ihrer Mutter.

Helen Reddys Hymne wird zum Schlachtruf der Frauenbewegung

Die im australischen Melbourne geborene Reddy zog später in die USA und hatte in den 70er Jahren eine Reihe von Nummer-Eins-Hits in den US-Charts, darunter „Angie Baby“ und „Delta Dawn“.

Ihre 1971 veröffentlichte Hymne „I Am Woman“ wurde rasch zu einer Art Schlachtruf der Frauenbewegung. Die ersten Worte „Ich bin eine Frau, hör mich brüllen“ waren in den 1970er Jahren von Feministinnen auf Demonstrationen oft als eine Art Motto skandiert geworden. Mit der Hymne war Reddy auch die erste australische Künstlerin, die in den USA einen Grammy-Musikpreis gewann

Helen Reddy dankte Gott, „weil sie alles möglich macht“

Schlagzeilen machte Reddy, als sie 1973 bei der Entgegennahme eines Emmy-Awards Gott dankte, „weil sie alles möglich macht“. 

Reddy war auch Aktivistin und Schauspielerin. Dem kanadischen Radiosender CBC Radio sagte sie 1972, sie wolle in die „Herzen und Köpfe“ von Frauen kommen. In den vergangenen Jahren war sie wegen einer Demenzerkrankung aus dem Rampenlicht verschwunden. Ihr Leben wurde kürzlich verfilmt. (tom mit dpa/afp)

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