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Sting
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Sting bei der Eröffnung des Reeperbahn-Festivals.

The Bridge

Fast wie früher: Sting erinnert an alte Zeiten

Mit der Band The Police wurde er berühmt. Danach verzauberte Sting seine Fans mit einfühlsamen Balladen als Solokünstler. Nach Jahrzehnten voller Experimente klingt er auf seinem neuen Album fast wie früher.

Berlin - Nach 45 Jahren auf der Bühne sollte man wissen, was einen erwartet. Bei Gordon Matthew Sumner alias Sting ist das anders. Er mache noch immer denselben Job wie damals mit 25, sagte er vor Kurzem dem Berliner „Tagesspiegel“ zu seinem 70. Geburtstag.

In der Zwischenzeit hat sich der ehemalige Sänger und Bassist der Band The Police jedoch immer wieder neu erfunden. Jazz, Reggae, Pop, New Wave, Klassik, um nur einige seiner musikalischen Ausflüge zu nennen. Jetzt hat Sting sein neues Album „The Bridge“ veröffentlicht - und schlägt mal wieder ruhige Töne früherer Zeiten an.

Zuletzt hatte Sting älteres Material neu aufbereitet. Auf dem 2019 erschienenen Album „My Songs“ präsentierte er seine großen Hits („Englishman In New York“, „If You Love Somebody Set Them Free“) in leicht verändertem Arrangement. Die anschließende Tour fiel coronabedingt aus und wird im kommenden Jahr nachgeholt. Auch in Deutschland ist Sting in mehreren Städten zu sehen, unter anderem in Berlin, Hamburg, München und Köln. Im Frühjahr veröffentlichte er zudem eine Duett-Sammlung aus den vergangenen 30 Jahren.

Nun also wieder ein reines Sting-Album: Es beginnt rockig mit „Rushing Water“. Es folgt mit „If It's Love“ ein Song zum Mitpfeifen - mit Bezug zur Vergangenheit: Aufgewachsen in der britischen Hafenstadt Newcastle half Sumner als kleiner Junge seinem Vater beim Milchausfahren. Sein Vater sei kein besonders fröhlicher Mensch gewesen, verriet Sting dem „Playboy“, aber er habe ständig gepfiffen.

YouTube Eine ruhige Grundstimmung

Ansonsten geht es auf dem neuen Album eher ruhig zu. Stings prägnante Stimme sticht hervor. Bei Balladen wie „For Her Love“ fühlt man sich zurückversetzt in Zeiten von „Shape Of My Heart“ und „Fragile“. Stings langjähriger Begleiter und Gitarrist Dominic Miller darf da natürlich nicht fehlen. Auch der Titelsong des Albums „The Bridge“ passt musikalisch zu früheren Erfolgen.

Wie „Rushing Water“ hat auch dieser Song das Wasser zum Thema, wobei Sting hier ausdrücklich nicht nur die Verbindung zwischen zwei Ufern meint. Es geht ihm um eine Zeit, die von großen Krisen wie dem Klimawandel und der Corona-Pandemie geprägt ist. „Politisch, sozial und psychologisch - wir stecken alle in irgendwas fest“, so Sting. Brücken würden helfen, Menschen aus solchen Krisen zu führen. Ein verbindendes Element, zwischen Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit, Gegenwart und Vergangenheit.

Die Brücke zu seinen musikalischen Anfängen müsste allerdings ziemlich lang sein. Den internationalen Durchbruch schaffte Sting Ende der 1970er Jahre mit der dreiköpfigen Band The Police. Hits wie „Every Breath You Take“, „So Lonely“ und „Roxanne“ laufen bis heute. Auch bei seiner anschließenden Solokarriere blieb der Erfolg nicht aus. Gerade mit Balladen wie „Fields of Gold“ und „When We Dance“ bewegte der Sänger die Menschen.

Vielseitiger Künstler

Im Laufe der Zeit schreckte Sting auch vor musikalischen Experimenten nicht zurück. Er widmete sich der Lautenmusik und gab Konzerte mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Selbst als Schauspieler versuchte er sich hin und wieder, etwa in dem Science-Fiction-Epos „Dune - Der Wüstenplanet“ (1984). Zwischendurch scharte er Stars wie Eric Clapton und Bryan Adams um sich.

Seinen letzten von insgesamt 17 Grammys gewann Sting für das gemeinsame Reggae-Album mit Shaggy. Ein weiterer Beleg dafür, dass sich Sting nicht auf eine Musikrichtung reduzieren lässt.

Wem bei Auftritten mit Shaggy, Kanye West und Co. der alte Sting zu kurz kam, wird beim neuen Album wieder aufdrehen. Balladen wie „Waters of Tyne“ oder rhythmisch verspielte Songs wie „Harmony Road“ hätten auch auf früheren Alben funktioniert. Für „Captain Bateman“ knöpfte sich Sting einen Hunderte Jahre alten englischen Folksong vor. Ganz ohne Sprünge zwischen den Zeiten und Genres kommt Sting also auch auf seinem neuen Album nicht aus. dpa

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