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Christian Hommel, Oboist. Foto: Andreas Etter
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Christian Hommel, Oboist.

40 Jahre Ensemble Modern

Das Ensemble Modern wird 40: „Wer Oboe spielt, stößt seit jeher an Grenzen“

  • VonStefan Schickhaus
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Das Ensemble Modern feiert Geburtstag: Fünf Fragen an den Oboisten Christian Hommel.

Welches Projekt oder welcher Komponist hat den nachhaltigsten Eindruck auf Sie gemacht?

Jedes Konzert ist auf seine Weise einzigartig. Oft denke ich an das Konzert im Mozarteum Salzburg 2012 mit Musik von Manfred Trojahn und Mozarts „Gran Partita“.

Welche Partitur war für Sie die schwierigste oder aufwendigste, wo sind Sie an eigene Grenzen gekommen?

Die Oboe ist ein physisch extrem anstrengendes Instrument, mit dem der Spieler seit jeher an Grenzen stößt. In Heinz Holligers „Kardiophonie“ führt genau diese Anstrengung zum theatralischen Infarkt.

Spielen Sie heimlich auch Bach oder Beethoven? Und: genießen Sie das? Würden Sie manchmal gerne in ein „klassisches“ Orchester wechseln?

Niemals würde ich wechseln wollen! Bach und Beethoven spielen wir ja auch beim Ensemble Modern – und zwar nicht heimlich, sondern öffentlich.

Wie hat sich die Neue Musik Ihrer Erfahrung nach verändert im Laufe der letzten 40 Jahre?

Die Musik dieser Welt ist so vielfältig, dass zumindest ich keine bestimmte Tendenz feststellen kann.

Welchen Tipp geben Sie Menschen, die die Musik von heute als schwer zugänglich empfinden?

Mein Tipp: Den Zugang nicht auf CD oder im Hörfunk suchen, sondern im Konzert – denn das begeistert!

Zur Sache

Das Ensemble Modern spielt und fördert seit 1980 zeitgenössische Musik, seit 1985 mit Sitz in Frankfurt. 2020 wird das 40-jährige Bestehen vielfältig gefeiert. Der „Jubiläumszyklus“ hat in Köln bereits gestartet und kommt am Montag, 13. Januar, in die Alte Oper Frankfurt – mehr zum Programm unter www.ensemble-modern.com Vorab hat FR-Autor Stefan Schickhaus Mitglieder des Solistenensembles um Auskunft zu ihrem musikalischen Leben gebeten. Christian Hommel, Jahrgang 1963, ist seit 2008 Oboist im Ensemble Modern. Regelmäßig arbeitet er mit Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie, dem Chamber Orchestra of Europe und dem Kölner Kammerorchester zusammen. Mit letzterem realisierte er die erste Gesamteinspielung der Oboenkonzerte von Johann Sebastian Bach. Er ist zudem Professor an der Hochschule für Künste in Bremen.

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