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Bratscherin Megumi Kasakawa.

40 Jahre Ensemble Modern

„Einfach neugierig sein!“

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Das Ensemble Modern feiert: Fünf Fragen an Megumi Kasakawa.

Das Ensemble Modern spielt und fördert seit 1980 zeitgenössische Musik, seit 1985 mit Sitz in Frankfurt. 2020 wird das 40-jährige Bestehen vielfältig gefeiert. Der „Jubiläumszyklus“ startet am 6. Januar in der Kölner Philharmonie, am 13. Januar in der Alten Oper Frankfurt – mehr zum Jubläumsprogramm in Internet unter www.ensemble-modern.com

Vorab hat FR-Autor Stefan Schickhaus Mitglieder des Solistenensembles um Auskunft zu ihrem musikalischen Leben gebeten. Megumi Kasakawa, im japanischen Fukui aufgewachsen, ist seit 2010 Bratscherin des Ensemble Modern. Sie studierte in Osaka und Genf, wo sie auch mit dem Ensemble Contrechamps Genève und dem Orchestra Chambre de Genève musizierte. Megumi Kasakawa ist regelmäßig Dozentin bei Meisterkursen in Japan, Korea und Taiwan und seit 2018 außerdem Mitglied der Studiengangsleitung des Masterstudiengangs „Internationale Ensemble Modern Akademie“ an der Frankfurter HfMDK.

Welches Projekt oder welcher Komponist hat den nachhaltigsten Eindruck auf Sie gemacht?

Das war Heiner Goebbels, aber weniger als Komponist, sondern seine Inszenierung von „De Materie“ von Louis Andriessen bei der Ruhrtriennale. Speziell da: Die Schafe! Weil man verschiedene Sinne hatte: hören, sehen und riechen.

Welche Partitur war für Sie die schwierigste oder aufwendigste, wo sind Sie an eigene Grenzen gekommen?

Für mich ist das bisher Benedict Masons „ChaplinOperas“, weil dieses Werk so komplex ist und gleichzeitig so viel los ist.

Spielen Sie heimlich auch Bach oder Beethoven? Und: genießen Sie das?

Ich spiele auch gerne klassische Musik. Ich trenne die moderne und die klassische Musik nicht so voneinander.

Wie hat sich die Neue Musik Ihrer Erfahrung nach verändert im Laufe der letzten 40 Jahre?

Auf jeden Fall hat sich technisch sehr viel geändert, nicht nur spieltechnisch, sondern durch neue Medien. Ich sehe dabei keine eindeutige Richtung, weil es sehr viele verschiedene Tendenzen gibt.

Welchen Tipp geben Sie Menschen, die die Musik von heute als schwer zugänglich empfinden?

Einfach neugierig sein auf und offen sein für alles!

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