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Ein Liebeslied vom Alt-Punker: John Lydon will zum ESC

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John Lydon
John Lydon, alias Johnny Rotten, will zum ESC. © Ian West/PA Wire/dpa

Der Punkmusiker hat in einem Interview über ein Liebeslied gesprochen, das er seiner demenzkranken Ehefrau gewidmet hat. Was er mit dem Song vor hat.

Dublin - Ungewohnt sanfte Töne vom früheren Frontmann der Sex Pistols: John Lydon - früher bekannt als Johnny Rotten - widmet seine neue Ballade „Hawaii“ seiner demenzkranken Ehefrau Nora. Das sagte der 66-Jährige am Dienstag in einem Interview mit dem irischen Radiosender „RTÉ 1“.

„Das ist eine Seite von mir, die die meisten nicht kennen - oder nicht kennen wollen“, sagte Lydon. Die Krankheit seiner Frau sei eine „Tragödie“, der er jeden Tag mit etwas Humor entgegentrete. Das solle sich auch in dem Song zeigen: „Es ist nicht so gemeint, dass es todtraurig und selbstsüchtig ist, es gibt einen Hauch von Humor.“ Das Lied erinnere an einen glücklichen Urlaub des Paars auf Hawaii.

Der Sänger, der unter dem Künstlernamen Johnny Rotten berühmt wurde, veröffentlichte „Hawaii“ mit seiner aktuellen Band Public Image Ltd (PiL). Wie am Montag auf der Website der Band bekanntgegeben wurde, will Lydon mit dem Song beim diesjährigen Eurovision Song Contest für Irland antreten. „Hawaii“ schaffte es demnach bereits in eine Vorauswahl von sechs Titeln. Am 3. Februar wird in einem Special der Late-Night-Show des Senders „RTÉ“ entschieden, welches der Lieder für das ESC-Halbfinale eingereicht wird. Das Finale wird dann am 13. Mai in Liverpool stattfinden.

Irland ist das Geburtsland von Lydons Eltern, er selbst wurde in Großbritannien geboren. Auf die Frage, warum er das Heimatland seiner Eltern beim ESC vertreten wolle, sagte er im Interview: „Seien wir ehrlich, die Engländer würden mir nie die Gelegenheit geben, oder?“ Mit den beiden irischen Moderatoren sprach er auch über irische Einflüsse und Dialekte, die seine Kindheit prägten. Der Sänger ist seit 1979 mit Nora Forster verheiratet. 2018 gab Lydon bekannt, dass seine Frau an Alzheimer-Demenz erkrankt ist. dpa

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