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Peter Herbolzheimer (1935-2010), jetzt im Zentrum eines hr-Bigband-Konzerts. Foto: HR/WDR/Hyou Vielz
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Peter Herbolzheimer (1935-2010), jetzt im Zentrum eines hr-Bigband-Konzerts.

Streaming-Konzert

Die hr-Bigband spielt Peter Herbolzheimer: Haltbarkeitstest mit Bravour bestanden

  • VonStefan Michalzik
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Die hr-Bigband widmet sich der Musik von Peter Herbolzheimer im Originalklang.

Um 1970 herum betrieben Big Bands – mit wenigen Ausnahmen wie vor allem der Clarke-Boland Band – nur noch Traditionsverwaltung. Dann kam Peter Herbolzheimer (1935-2010) mit seiner Rhythm Combination & Brass. Clarke-Boland blieben eher ein Fall für die Kenner, Herbolzheimer und sein mit europäischen und in Europa lebenden amerikanischen Größen illuster besetztes Ensemble fand Freunde auch bei einem Rock- und Poppublikum. Herbolzheimer griff den Jazzrock dieser Zeit auf und schuf einen eigenen Sound. In seinen Kompositionen und Arrangements brachte er eine wohlaufgeräumte Publikumswirksamkeit mit einem hohen musikalischen Anspruch in Übereinstimmung – fast eine Art Gegenmanifestation zu James Last.

Mit dem wie seinerzeit üblichen waschmittelwerbungsartigen Titel „Herbolzheimer 70“ – dazu Lavalampe und Discokugel – schlug die hr-Bigband für das Streamingkonzert um die Musik des Bandleaders eine milde ironisch-nostalgische Note an. Und es wurden Herbolzheimers Arrangements gespielt, nicht zeitgenössische Überschreibungen. Die Bigband, geleitet von ihrem einstigen Chefdirigenten Jörg Achim Keller, präsentierte sich als Originalklangensemble: in der frühen Besetzung der Rhythm Combination & Brass mit einer um einen Perkussionisten verstärkten Rhythmusgruppe, Posaunen und Trompeten beziehungsweise Flügelhörnern – Brass eben, Blechbläsern also.

Dem Altsaxofonisten Heinz-Dieter Sauerborn – immer wieder auch wechselt er an Flöte und Sopransaxofon – wie auch Sebastian Scobel, Hammond-B3-Orgel und Fender-Rhodes-Piano, kamen tragende Rollen zu. Fundamental des weiteren das funky Schlagzeugspiel von Jean-Paul Höchstädter sowie die Perkussion von Alfonso Garrido.

Gleich ob überschwängliche Uptemponummer von fokussierter Brillanz oder zart-bewegte Ballade: Alles ist geprägt von einer ausdifferenzierten Harmonik und stetig changierenden Klangfarben. Die Arrangements lassen reichlich Raum für ein solistisches Spiel, mit grandiosen Auftritten von unter anderem Martin Scales an der Gitarre, Richard Hellenthal an der Bassposaune und – tatsächlich – Martin Auer I und Martin Auer II an Trompete und Flügelhorn

Elegant und vital geblieben

Die Originalkompositionen und -arrangements von Herbolzheimer und seinem Organisten Dieter Reith, dazu Herbolzheimers Arrangements von Standards Freddie Hubbards und Bobby Troups: Sie alle haben den Haltbarkeitstest bestens bestanden. Die Musik wirkt unvermindert elegant und vital – und die exquisiten Alleskönner von der hr-Bigband brauchen den Vergleich mit den Aufnahmen Herbolzheimers nicht zu scheuen.

Das Konzert-Video steht weiter zur Verfügung, www.hr-bigband.de.

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