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Damon Albarn
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Auf „The Nearer The Fountain, More Pure The Stream Flows“ zeigt Damon Albarn seine ruhige und melancholische Seite.

Britpop-Freigeist

Damon Albarn fasziniert mal wieder solo

Unterschiedlichste Musik mit drei erfolgreichen Bands, nun das zweite Soloalbum - Damon Albarn ist extrem fleißig. Das Erstaunliche: Trotzdem langweilt er nie. Ein stets faszinierender Freigeist.

Berlin - Dieser Musiker kann einfach nicht still sitzen, er gönnt sich keine kreative Pause.

Diverse Alben mit seiner Stammband Blur, dem Cartoon-Pop-Projekt Gorillaz und der All-Star-Truppe The Good, The Bad & The Queen sowie eine Oper hat Damon Albarn (53) allein in den vergangenen zehn Jahren vorgelegt - neben zahlreichen Kooperationen mit befreundeten Kollegen aus aller Welt.

Das heißt aber nicht, dass seine Musik ebenfalls unbedingt immer zappelig-hyperaktiv klingt. „The Nearer The Fountain, More Pure The Stream Flows“, Albarns erst zweites Soloalbum in gut 30 Jahren, zeigt wie schon das Debüt „Everyday Robots“ von 2014 die ruhige, melancholische Seite des Londoners.

Und es beweist, warum Superstars wie Elton John den Sänger und Multiinstrumentalisten mit dem breiten Sound-Spektrum - von Rock, Electro und Hip-Hop bis World Music und Klassik - so schätzen. „Dem fühle ich mich sehr nah, weil er ein Freigeist ist - so wie ich es bin“, sagte „Sir Elton“ kürzlich über Albarn in einem Interview.

„The Nearer The Fountain...“ sollte ursprünglich ein einziges langes Stück werden, inspiriert von den Landschaften Islands, berichtet Albarns neues Label Transgressive. Kurz vor dem Lockdown im vorigen Jahr zog der Musiker in die Landschaft von Devon und entwickelte die Ausgangsidee in einer zum Studio ausgebauten Scheune zu elf Tracks weiter - „auf meiner eigenen dunklen Reise“. Die Lieder erforschten „Themen wie Zerbrechlichkeit, Verlust, Auftauchen und Wiedergeburt“.

Neben ätherischen Balladen, getragen von Albarns immer etwas klagender, nasaler Stimme, und nur wenigen Beats finden sich auf dem neuen Album jazzige und orchestrale Instrumentalpassagen, die dem Werk einen faszinierend experimentellen Anstrich verleihen. Wieder legt der Klangtüftler eine Platte vor, die seinen vorherigen nicht einmal ansatzweise gleicht.

Vom Blur-Hype im albernen Britpop-Wettstreit mit Oasis in den 90er Jahren hat sich Damon Albarn jedenfalls längst souverän emanzipiert. So fleißig, spannend und vielseitig wie er ist derzeit kein anderer Musiker aus dem Mutterland der Popmusik. dpa

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