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Die Rapper Macklemore (r.) und Ryan Lewis (l.) gewannen vier Grammys. Foto: Paul Buck

Daft Punk räumen bei den Grammys ab

Die französische Elektro-Formation Daft Punk ist der große Gewinner der diesjährigen Grammy-Awards.

Die französische Elektro-Formation Daft Punk ist der große Gewinner der diesjährigen Grammy-Awards.

Das Duo räumte bei der Gala in Los Angeles gleich fünf Preise ab, darunter auch die Auszeichnungen in den beiden Königskategorien "Album des Jahres" ("Random Access Memories") und "Aufnahme des Jahres" ("Get Lucky"). Die Rapper Macklemore & Ryan Lewis heimsten vier Trophähen ein, etwa als "Beste Neue Künstler". Und während die gerade mal 17-jährige Neuseeländerin Lorde zwei Grammys ergatterte, ging etwa die mehrfach nominierte Country-Sängerin Taylor Swift leer aus.

Daft Punk traten bei dem dem Spektakel in der Nacht zum Montag wie gewohnt in weißen Anzügen und mit Robotermasken auf. "Im Namen der Roboter möchte ich mich bedanken", sagte "Get Lucky"-Produzent Pharrell Williams auf der Bühne. "Ich wette, ganz Frankreich ist gerade total stolz auf diese Jungs." Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter, die hinter Daft Punk stecken, gewannen auch den Preis für die beste Duo-Performance, das beste Dance-Album und das am besten produzierte Album.

Die Grammys, die in diesem Jahr zum 56. Mal vergeben wurden, gelten als wichtigste Musikpreise der Welt. Über die Gewinner in den insgesamt 82 Kategorien entscheiden Musikexperten aus der Branche.

Als zweites Musik-Duo konnten Macklemore & Ryan Lewis in diesem Jahr groß abräumen: Die "Besten Neuen Künstler" gewannen auch den Preis für das beste Rap-Album "The Heist", für den besten Rap-Song "Thrift Shop" und für den besten Rap-Auftritt. Ein besonderes Highlight war ihre gemeinsame Showeinlage mit Pop-Diva Madonna und den Sängerinnen Mary Lambert und Queen Latifah. Während des Auftritts wurden vor laufenden Kameras bei einer Massenhochzeit 33 hetero- und homosexuelle Liebespaare getraut.

Die vor einiger Zeit noch gänzlich unbekannte neuseeländische Pop-Sängerin Lorde konnt ihr Grammy-Glück kaum fassen. Der Teenager gewann mit ihrem Hit "Royals" in der Kategorien "Song des Jahres" und "Beste Pop-Solo-Performance". "Danke an alle, die diesen Song explodieren lassen haben", sagte Lorde auf der Bühne. "Es war alles völlig übergeschnappt."

Mehrere Trophäen gingen auch nach Deutschland: Das NDR-Sinfonieorchester und der Dirigent Christoph Eschenbach siegten in der Kategorie "Best Classical Compendium" mit der Einspielung "Hindemith: Violinkonzert - Symphonic Metamorphosis - Konzertmusik, Op. 50". Außerdem gewann der in Russland geborene und in Kaiserslautern aufgewachsene Musikproduzent Zedd für "Clarity" den Grammy als "Beste Dance-Aufnahme". Trompeter Steffen Kühn aus Baden-Württemberg sicherte sich mit seinem Pacific Mambo Orchestra einen Grammy in der Kategorie "Bestes Tropical Latin Album". Die vor mehr als 40 Jahren in Düsseldorf gegründete Elektro-Band Kraftwerk hatte bereits am Vorabend einen Ehrengrammy bekommen.

Für ein spektakuläres Rahmenprogramm sorgten die Auftritte von Katy Perry, Taylor Swift und Pink, die wie eine Zirkusakrobatin an von der Decke herabhängenden Seilen turnte. Der Star-Pianist Lang Lang spielte gemeinsam mit der Heavy Metal-Band Metallica einen Song. Ringo Starr und Paul McCartney, die beiden noch lebenden Mitglieder der Beatles, standen für einen seltenen gemeinsamen Auftritt auf der Bühne - während Yoko Ono, die Witwe des 1980 ermordeten Beatle John Lennon, im Publikum tanzte.

Auch der Rapper Jay-Z und seine Ehefrau, R&B-Diva Beyoncé, taten sich für eine rare gemeinsame Performance zusammen. Mit neun Nominierungen war Jay-Z eigentlich als Favorit in das Rennen um die Trophäen gegangen, gewann dann aber nur zwei. Eines der beiden goldenen Grammophone versprach er in seiner Dankesrede auf der Bühne seiner zweijährigen Tochter Blue Ivy. "Ich möchte Blue sagen: "Schau mal, Daddy hat eine goldene Baby-Schnabeltasse für dich"." (dpa)

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