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Christian Lee Hutson: Indiefolk-As mit prominenten Helfern

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Christian Lee Hutson
Christian Lee Hutson ist mit „Quitters“ ein Folkrock-Juwel gelungen. © Michael Delane/Anti/dpa

Auf den ersten Blick scheint Christian Lee Hutson in der großen US-Indiefolk-Szene nur einer von vielen zu sein. Wie gut er ist, zeigt er mit seinem neuen Album. Dahinter stehen prominente Freunde.

Berlin - Bei einem noch vergleichsweise unbekannten Musiker wie Christian Lee Hutson lohnt es sich, auf das Kleingedruckte und auf seine Förderer zu achten.

Wenn man dann auf Indiepop-Größen wie Phoebe Bridgers oder Conor Oberst stößt, wird klar, dass dieser 31-Jährige aus Los Angeles ein in Promi-Kreisen bereits hoch gehandelter und geschätzter Singer-Songwriter ist.

Mit seinem vierten Album seit dem 2013 in Eigenregie herausgebrachten „The Hell With It“ könnte aus dem Mini-Hype um Hutson nun eine größere Welle werden. Denn „Quitters“, wie schon der Vorgänger „Beginners“ (2020) beim Auskenner-Label ANTI- veröffentlicht, ist erneut ein bezauberndes Kleinod des US-Neofolk geworden.

Irgendwo zwischen Cat Stevens, Paul Simon und Elliott Smith lässt sich der sanfte Kalifornier in den 13 neuen Liedern als Sänger und Songschreiber verorten. Die Arrangements (etwa in dem auf Gitarre, Bass und sphärische Trompetentöne von Nate Walcott reduzierten „Age Difference“) sind von erlesener Schönheit. In den E-Gitarrenparts von Meg Duffy kommt auch mal der Verzerrer zum Einsatz.

Produziert von Phoebe Bridgers und Conor Oberst

Phoebe Bridgers (27) wird als Solomusikerin sowie als Mitglied der Bands Boygenius und Better Oblivion Community Center zu den größten US-Talenten ihrer Generation gezählt, Conor Oberst (42) hatte diesen Ruf schon vor über zwanzig Jahren mit den Bright Eyes. Als gemeinsame Produzenten haben die beiden nun Hutsons „Quitters“ mit viel Detailversessenheit zu einem veritablen Folkrock-Juwel aufpoliert.

Die Kooperation verlief offenkundig unkompliziert: „Phoebe ist meine beste Freundin, und die Aufnahme von 'Beginners' mit ihr war so angenehm und einfach, deshalb wollte ich wieder mit ihr arbeiten“, sagt Hutson. Und er fügt hinzu: „Conor dabei zu haben, diente dem Zweck, jemanden zu haben, den ich als Texter wirklich respektiere und der meine Ängste lindern konnte.“

Mit „Quitters“ ist Christian Lee Hutson jetzt auf dem besten Wege, das Niveau seiner bereits viel renommierteren Indiefolk-Buddys zu erklimmen. dpa

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