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Brian Setzer
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Brian Setzer kehrt mit voller Energie zurück.

Rockabilly

Brian Setzer lässt es auch mit 62 krachen

Dem „No Future“ des Punk setzte Brian Setzer schon vor 40 Jahren ein rockiges Retro-Plädoyer entgegen. Nicht mit seinen bewährten Stray Cats, sondern solo kehrt er nun voller Energie zurück.

Berlin - Brian Setzers Musik klang schon nostalgisch, als er in der Hochphase des Punk mit seinem Trio Stray Cats einen unverhofften Rockabilly-Trend lostrat.

Gut 40 Jahre später ist dieser bei Elvis Presley, Eddie Cochran und Buddy Holly geborgte, jedoch rockig aufgeraute Sound erst recht „von gestern“. Aber eben auch zeitlos - und sehr unterhaltsam, wie Setzers Soloalbum „Gotta Have The Rumble“ zeigt.

Man denkt an Pomade, Petticoats, Baseballjacken und knallenge Hosen, wenn man die elf neuen Songs des inzwischen 62-jährigen US-Sängers und Gitarrenvirtuosen hört. Dass Setzer sich seit dem Sensationsstart von 1979 enorm weiterentwickelt hat und immer wieder auch mitreißende Bigband-Jazz- und Swing-Musik geschrieben hat, hört man nicht nur im opulenten „The Cat With 9 Wives“.

Hochenergetische Gitarren-Kracher hat er aber ebenso drauf - etwa im rauen „Turn You On, Turn Me On“. Das krawallig derbe Stück „Rockabilly Riot“ und das spaßige „Rockabilly Banjo“ sind selbsterklärend. Besonders „Off The Rocker“ zeigt, wie gut Brian Setzers kerniger Bariton gealtert ist.

Rund 13 Millionen Tonträger soll der großflächig tätowierte Schmalztollen-Rocker laut Label-Angaben seit Ende der 1970er Jahre verkauft haben. Noch 2019 kam er mit einem Stray-Cats-Comeback in die Top 5 der US-Albumcharts. Die 37 Gute-Laune-Minuten von „Gotta Have The Rumble“ schreiben die Erfolgsgeschichte nun solo fort. Selbst ein Tinnitus konnte Setzer nicht stoppen - sehr zur Freude von Millionen Fifties-Rock-Fans. dpa

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