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My Morning Jacket
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Die Freude ist wieder da: My Morning Jacket.

Frisch und kreativ

Alles auf Anfang: Die US-Folkrockband My Morning Jacket

Nach über 20 Jahren Band-Geschichte standen die Folkrocker von My Morning Jacket an einer Wegegabelung: War's das - oder weitermachen? Das US-Quintett hat sich für ein neues Album entschieden. Gut so.

Berlin - Wenn eine schon sehr lange aktive Rockgruppe ihr neuntes Album wie ein Debüt betitelt, also lediglich mit dem Bandnamen - dann soll das meist ein Statement sein: Schaut her, wir fangen nochmal von vorne an, denn wir sind so frisch und kreativ wie damals am Karrierebeginn.

Auch das seit über 20 Jahren bestehende Quintett My Morning Jacket will nun ein solches Gefühl des Neustarts erzeugen. Und es gelingt den Musikern um Frontmann Jim James sogar.

„My Morning Jacket“, der Nachfolger des 2015 und 2020 in zwei Tranchen erschienenen, nicht völlig zufriedenstellenden Monumentalwerks „The Waterfall“, ist ein ungeheuer kraftvolles, vor Ideen und Spielfreude nur so sprühendes Album. Elf teils lange Songs reizen das breite Spektrum der US-Band aus Kentucky mit dem seltsamen Namen voll aus: Zwischen kernigem Gitarrenrock mit Prog-Tendenzen (The Allman Brothers, Pink Floyd und frühe Genesis lassen grüßen), Country-Soul, Jazz und Songwriter-Folk ist hier vieles möglich.

Bessere Lieder als „Love Love Love“, „In Color“, „The Devil's In The Details“ oder „Out Of Range Pt 2“ hat diese aus lauter erstklassigen Instrumentalisten zusammengesetzte Truppe jedenfalls noch nie vorgelegt - nicht einmal, als sie vor einigen Jahren mit „Evil Urges“ (2008) und „Circuital“ (2011) zur Top-Ten-Band avancierte. Und mit der zärtlichen Ballade „I Never Could Get Enough“ setzt sie einen traumhaft schönen Schlusspunkt.

Der 43 Jahre alte Sänger und Gitarrist Jim James hatte zuletzt eingeräumt, lange sei ihm nicht klar gewesen, ob es noch mehr Alben seiner auch im Konzert brillanten Band geben müsse. „Ich fühlte mich ausgebrannt und war unsicher, ob ich das wirklich wollte.“

Bei den Aufnahmesessions im Studio 64 Sound in Los Angeles sei dann aber alles wie am Schnürchen gelaufen: „Wir schafften es, echt zu relaxen, loszulassen, verletzlich zu sein, wie wir das seit den alten Zeiten nicht mehr hinbekommen hatten“, erzählte James dem Magazin „Uncut“. Das kann man nun tatsächlich hören. Dieses selbstproduzierte, selbstbetitelte Album klingt wie die Stunde Null einer Band, die locker weitere 20 gute Jahre vor sich haben könnte. dpa

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