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Streaming-Reihe

„Act Local“ mit der hr-Bigband: Platz für die Gäste

  • vonStefan Michalzik
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Kira Linn, Fabian Dudek und Victor Fox beeindrucken im Konzert mit der hr-Bigband.

Für die letzte Folge ihrer dreiteiligen Streamingkonzert-Reihe „Act Local – Fokus Rhein-Main“ hatte die hr-Bigband eine auffällige junge Saxofonistin und zwei ebensolche Kollegen eingeladen: Kira Linn, Baritonsaxofon, Fabian Dudek, Altsaxofon, Victor Fox, Tenor- und Sopransaxofon, sind sämtlich durch die Schule des vor 35 Jahren von Wolfgang Diefenbach gegründeten Landesjugendjazzorchesters Hessen gegangen; Linn und Dudek wurden schon als Mitglieder der ihrerseits einen Ruf als Talentschmiede genießenden Bigband der Rüsselsheimer Immanuel-Kant-Schule von Mitgliedern der hr-Bigband gecoacht.

Mit zugstarken Standards

Orchestrale Arrangements von eigenen Kompositionen der drei waren natürlich nicht auf die Schnelle zu haben. Der Rückgriff auf zugstarke Standards bescherte gleichwohl ein hörenswertes Konzert: Von Jim McNeely, dem Chefdirigenten der hr-Bigband, und seinem Vorgänger Jörg Achim Keller stammten die grandiosen Arrangements zu Charles Mingus’ früher Black-Lives-Matter-Nummer „Fables of Faubus“, John Coltranes „Africa“ oder Oliver Nelsons „Stolen Moments“ – Nummern aus einer Phase des nicht allein musikalisch motivierten Aufbruchs zur nicht allein musikalischen Freiheit im Jazz in der Zeit um 1960.

Hervorstechend vor allem die geradezu ausdruckswütigen expressiven Werte immer wieder, insbesondere bei Fabian Dudek und Victor Fox. Kira Linn hatte den stärksten Moment mit der Ballade „Warm Valley“ aus dem Repertoire von Duke Ellington. Aus der unter der Leitung von Lars Seniuk auf dem gewohnt überragenden Niveau musizierenden Band trat insbesondere der Bassist Hans Glawischnig hervor: mit dem berühmten Riff aus „Acknowledgement“ – dem ersten Teil von John Coltranes klassischem Album „A Love Supreme“ – wie auch in „Song of the Underground Railroad“, einem Outtake aus Coltranes „Africa/Brass“-Album. Kein einziges Solo jedoch von Tony Lakatos beispielsweise, die Band überließ das Feld ganz entschieden den Gästen.

Die nächste Gelegenheit, sich diese drei famosen Talente einmal mit ihren eigenen Ensembles anzuschauen, sollte man nicht verstreichen lassen. Denn, das wurde klar, sie wissen sehr genau, was sie wollen. Jazzhistorische Vorbilder der Marke Coltrane oder Charlie Parker sind selbstverständlich zu erkennen, aber bei jedem der drei auch der Ansatz zu einem eigenen Personalstil.

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