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Ihr macht so schnell kein Dackel was vor.
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Ihr macht so schnell kein Dackel was vor.

Times mager

Monstermaus

  • Sylvia Staude
    vonSylvia Staude
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Während der „Genius Dog“-Wettbewerb offensichtlich manipuliert war, haben Katzen vielleicht bald ganz andere Sorgen.

Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben in Ungarn Ende letzten Jahres sechs Hunde bei der „Genius Dog Challenge“ um den Titel des intelligentesten Hundes der Welt gekämpft – Motto: HI statt KI. Was, werden Sie als Hundebesitzerin jetzt sagen, und mein Hund war nicht dabei? Wo doch Bella oder Rex, Lucy oder Lucky nur deswegen nicht aufs Wort hören, weil sie eben ihren eigenen Kopf haben. Weil es, völlig zu Recht, unter ihrer Würde ist, binnen einer Woche Namen für zwölf alberne Kinderspielzeuge zu lernen, um diese dann auf Kommando aus einem Nebenzimmer zu apportieren. Spielzeuge, die Hund noch nicht einmal zerfetzen, auffressen oder wenigstens bei der toten Maus vergraben darf, bis beide, also Maus und Riesenplüschmaus, ein bisschen mürber geworden sind.

Gaia aus Brasilien und Max aus Ungarn lieferten sich schließlich ein Feuchte-Schnauze-an-feuchter-Schnauze-Finale, beide apportierten alle zwölf Gegenstände fehlerfrei. Nun wartet das „Genius Dog Challenge“-Team der Eötvös-Loránd-Universität bang darauf, wie viele Herrchen und Frauchen vor Gericht ziehen werden, weil dieser Wettbewerb ganz offensichtlich manipuliert war: Ausschließlich Border Collies schafften es in die Challenge, das sagt doch schon alles.

Wo doch Dackel Striezl – ohne ein Kommando zu benötigen – jedes Spielzeug in Rekordzeit zu verdaulichen Bröckchen zerbeißt. So verdaulich, dass er sie sogar problemlos wieder hochwürgen und noch mal fressen kann – wenn das nicht intelligent, gleichzeitig lobenswert nachhaltig ist.

Challenge gefällig? Da schütteln allerdings Katzen innerlich den Kopf und machen äußerlich ein Pokerface. Denn erstens haben sie im Wettbewerb um die meisten Fotos und Videos online die Schnurrhaare weit vorn – und werden sie noch vorn haben, wenn der Bernie-Sanders-Handschuh-Hype schon längst abgeklungen ist. Zweitens macht ihnen in Sachen Mäusefangen kein Dackel was vor. Drittens verfügen sie, wie ja wohl jeder weiß, über sieben Leben. Die sie allerdings auch brauchen werden, wenn der Mensch ihnen ein immer noch schmollenderes Gesichtchen züchtet mit immer noch platteren Nasen, durch die Katze und Kater nicht mehr richtig atmen können.

Apropos Mäuse. Und apropos Menschen. Einige von Letzteren, diesmal aus China, melden in diesen Tagen, dass sie Mäuse gezüchtet haben, die um 25 Prozent länger leben als normale Artgenossen, die außerdem kräftiger zupacken können als diese.

Kräftiger zupacken? Katzenbesitzerinnen und auch Hundebesitzer sollten aufhorchen und sich schon mal darauf vorbereiten, ihre geliebten Hausgenossen und -innen gegen Angriffe von Monstermäusen zu schützen.

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