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Das mobile Internet gewinnt auch in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung. Wachsen wird voraussichtlich auch der Bereich des mobilen Fernsehen.

Mediennutzung

Mobiles Internet wird immer wichtiger

Meist mangelt es noch an der nötigen Technik, von den Inhalten ganz zu schweigen. Doch das mobile Internet wird in Zukunft weiter an Bedeutung zunehmen, sagen führende Branchenvertreter.

München (ddp.djn). Das mobile Internet wird nach Ansicht führender Vertreter der Telekommunikations- und Medienbranche in den nächsten Jahren massiv an Bedeutung gewinnen. Allerdings müssten dafür sowohl die Technik als auch die Inhalte weiterentwickelt werden, lautete das Fazit einer Podiumsdiskussion auf der internationalen Konferenz "Digital - Life - Design" (DLD) am Montag in München.

Telekom-Chef René Obermann sagte, Internet per Handy sei "keine Spielerei für die Menschen in der westlichen Welt", sondern müsse weltweit ausgebaut werden. Es gebe keinen logischen Grund, warum die Menschen nur von zu Hause oder von ihrem Arbeitsplatz aus das Internet nutzen sollten. Erforderlich sei allerdings ein kontinuierlicher Ausbau der Netze.

In diesem Zusammenhang mahnte Obermann einen Abbau der Regulierungsmaßnahmen durch die EU an. Sonst bestehe die Gefahr einer Aufsplitterung der Netze. Die Betreiber würden nur dann große Summen in den flächendeckenden Netzausbau investieren, wenn sie auch eine Chance sähen, das Geld wieder einzunehmen.

Die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding sagte, der Wettbewerb sei der entscheidende Motor für Innovationen.Geschlossene Märkte entwickelten sich nicht weiter. Jeder müsse Zugang zu schnellen Breitbandverbindungen bekommen.

Nokia-Vizepräsident Tero Ojanperä prognostizierte eine zunehmende Personalisierung von Internet-Angeboten. Zugleich werde der Nutzer immer stärker auch zum Produzenten von Internet-Inhalten.ProSiebenSat.1-Vorstand Marcus Englert unterstrich, dass die Inhalte speziell auf mobiles Internet abgestimmt werden müssten. Es mache wenig Sinn, die bestehenden Angebote eins zu eins zu übernehmen.

Burda-Technologievorstand Paul-Bernhard Kallen ergänzte, er erwarte vor allem im Bereich Entertainment, Online-Spiele, mobiles Fernsehen und Video einen deutlichen Zuwachs. Auch die Lieferanten der Inhalte müssten auf dem neuen Markt für mobile Kommunikation die Chance haben, Geld zu verdienen.

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