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19 Blätter zieren die Goldene Palme von Cannes. Der Materialwert der Trophäe ist unbekannt.

Preise

Metall aus Cannes

Wissenswertes um die Goldene Palme von Cannes. Nur der Materialwert bleibt ein Geheimnis.

Der Hauptpreis des Filmfestivals ist die Goldene Palme. Sie wird seit Jahren vom Schmuckunternehmen Chopard gefertigt. Dazu ein paar Zahlen und Fakten: 19 Blätter zieren die Palme, und ihr Stengel geht am Ende in eine Herzform über. Sieben Handwerker arbeiten bei Chopard in der Schweiz rund 40 Stunden an jeder Goldenen Palme. 760 Grad Celsius heiß ist der Brennofen, in dem die Gipsvorlage gebrannt wird, in die dann später das Gold eingespritzt wird.

1997 gab das Filmfestival bei Chopard eine Überarbeitung der Trophäe in Auftrag. Die von Caroline Scheufele gestaltete Goldene Palme wurde dann 1998 zum ersten Mal verliehen. Der Materialwert der Trophäe ist unbekannt. Er wird aber auf über 20 000 Euro geschätzt.

1946 feierte das Festival zwar schon Premiere – die Goldene Palme wurde aber erstmals 1955 vergeben. Zuvor konnten sich die Gewinner des „Grand Prix du Festival International du Film“ über eine Urkunde und ein zeitgenössisches Kunstwerk freuen.

Erst eine Frau wurde bislang mit der Goldenen Palme ausgezeichnet: Die Neuseeländerin Jane Campion gewann sie 1993 für ihren Erfolgsstreifen „Das Piano“ – musste sich den Preis aber mit dem Chinesen Chen Kaige für „Lebewohl, meine Konkubine“ teilen.

Zwei Goldene Palmen gingen bislang nach Deutschland: Als erster deutscher Regisseur wurde Volker Schlöndorff 1979 für seine Verfilmung von Günther Grass’ „Die Blechtrommel“ ausgezeichnet. Er teilte sich den Preis allerdings mit dem Amerikaner Francis Ford Coppola für dessen epochales Werk „Apocalypse Now“. 1984 gewann Wim Wenders mit „Paris, Texas“.

Acht Regisseure gewannen bereits je zwei Goldene Palmen: der US-Amerikaner Francis Ford Coppola, der Japaner Shohei Imamura, der bosnisch-serbische Filmemacher Emir Kusturica, der Däne Bille August, das belgische Brüderpaar Jean-Pierre und Luc Dardenne, der Österreicher Michael Haneke und der Brite Ken Loach. (dpa)

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