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Das Kandinsky-Klee-Haus.

Klee-Haus

Meisterliches im Kiefernwald

Kandinsky-Klee-Haus in Dessau-Roßlau nach Sanierung wiedereröffnet.

Nach dreijähriger Bauzeit erstrahlt das Meisterhaus von Wassily Kandinsky und Paul Klee in Dessau-Roßlau in neuem Glanz. Die in Sachsen-Anhalt befindliche Bauhausstätte sei für rund 1,5 Millionen Euro saniert worden, sagte eine Sprecherin der zuständigen Medienagentur aus Berlin. Mit einer Feier wurde das von Bauhausgründer Walter Gropius 1926 gebaute Doppelhaus wiedereröffnet. Das Meisterhaus der beiden Maler wurde zuletzt vor knapp 20 Jahren instandgesetzt.

Das Doppelhaus gehöre zu einer der größten baukünstlerischen Leistungen des 20. Jahrhunderts, sagte Bauherr und Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung, Philip Kurz, in Dessau-Roßlau. Der Aufwand für die Erneuerung von Außenfassade, Dach, Innenräumen und Terrassen sei enorm gewesen. Mehr als 100 Farben und Oberflächen seien mit modernsten Methoden rekonstruiert worden. Das Ziel der Restauratoren und Wissenschaftler war, das Haus seiner Bedeutung gemäß als Denkmal zu erhalten. Daher sei etwa die im Laufe der Jahre verloren gegangene Badausstattung nicht mit neuen Möbeln ersetzt worden. Künftig könnten sich Besucher mit Hilfe von Filmen und Apps über die Geschichte des Hauses informieren, sagte Kurz.

Das von außen weiß gestrichene, aber innen farbenfrohe Doppelhaus ist Teil des Meisterhaus-Ensembles und gehört mit den anderen Meisterhäusern seit 1996 zur Unesco-Welterbestätte Bauhaus. Als das Bauhaus 1925 von Weimar nach Dessau übersiedelte, beauftragte die Stadt Dessau Walter Gropius mit dem Bau von drei baugleichen Doppelhäusern für die Bauhausmeister sowie eines Einzelhauses für den Direktor selbst. Die Gebäude wurden in einem Kiefernwäldchen errichtet. Die Meisterhaussiedlung avancierte zum Inbegriff einer Künstlerkolonie des 20. Jahrhunderts. Kandinsky (1866-1944) und Klee (1879-1940) arbeiten und lebten mit ihren Familien in dem Doppelhaus. (dpa)

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