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New York Times

Mehr global, weniger lokal

Die New York Times orientiert sich um: mehr global, weniger lokal. Während in New York Stellen gekürzt werden, baut die Zeitung die Online-Ausgabe um eine "Global Edition" aus. Von Eva C. Schweitzer

Von EVA C. SCHWEITZER

Die New York Times orientiert sich um: mehr global, weniger lokal. Das Blatt, das mit rund einer Million Auflage erscheint, bietet seine Internetausgabe nun in zwei Varianten an: in der bisher gewohnten und einer "Global Edition", die nicht nur von den Auslandsbüros des Times bestückt wird, sondern auch von den rund 300 Redakteuren der International Herald Tribune, einer in Paris sitzenden Tochter der Times. Die Global Edition bietet internationale Schlagzeilen von Paris bis Afghanistan und Berichte aus den USA von internationalem Interesse, etwa über General Motors. Die Times-Website hat etwa zehn Millionen Besucher im Monat.

Zugleich werden in New York Stellen abgebaut und Löhne gekürzt. Denn die Times muss, wie viele Zeitungen in den USA, sparen. Der Krise wegen hat sie bereits ihr Hauptquartier verkauft und Kredit eines mexikanischen Telefonmilliardärs aufgenommen, nun sollen Lokalteile in Vororten von New York, womöglich auch die "City Section" gestrichen werden, wie der New York Observer meldete. Die "City Section" ist eine Sonntagsbeilage, die aus den Stadtteilen berichtet. Hier arbeiten vor allem Freie, die eher entlassen werden können als Angestellte. Der Etat für Freie wird eingefroren.

Die Times hofft nun, mit der Stärkung der Auslandsberichterstattung eine Nische zu füllen. Sie ist mit dem Wall Street Journal die einzige US-Zeitung, die noch über nennenswerte Auslandsbüros verfügt, die auch Times-Tochterzeitungen wie den Boston Globe beliefern. Deren Berichte werden nun prominent in der "Global Edition" herausgestellt. Aufmacher am Dienstag war das Schiff, das vor Libyen mit hunderten Menschen sank, dazu der Rote-Khmer-Prozess in Kambodscha um die Massenmorde (ohne die Rolle der USA bei der Destabilisierung Kambodschas zu thematisieren). Die Europa-Sektion bietet eine Geschichte über Angela Merkel und Nicolas Sarkozy. Auch Blogs aus Bagdad, von irakischen Reportern geliefert, stehen auf der Seite.

Andere US-Blätter haben bei den Auslandsbüros in den vergangenen Jahren gespart. So schloss die Washington Post mehrere Vertretungen, sogar die in Kanada; Los Angeles Times, Chicago Tribune und andere Blätter der Tribune Co. legten ihre Auslandsbüros zusammen. Die Kürzungen in der Auslandsberichterstattung hat auch die US-Fernsehanstalten erfasst, die praktisch nur noch von London aus Europa und von Jerusalem aus den Mittleren Osten abdecken. Inzwischen gibt es mehrere teils gemeinnützige Initiativen in den USA, dem heimischen Leser internationale Themen auf Websites nahezubringen.

global.nytimes.com/

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