Geschichte

Mehr als 170.000 Bände

Die Monumenta Germaniae Historica wird 200 Jahre alt - und begeht das Jubiläum mit Festveranstaltungen.

Die Monumenta Germaniae Historica (MGH) werden am 20. Januar 200 Jahre alt. Das Zentrum für mittelalterliche deutsche Geschichtsquellen begeht das Jubiläum mit Festveranstaltungen in Wien, Berlin, München und Rom. Im Sommer soll eine Festschrift erscheinen. Das Forschungsinstitut hat seit 1949 seinen Sitz in München und ist seit 1967 im Gebäude der Bayerischen Staatsbibliothek untergebracht. Mit mehr als 170.000 Bänden verfügen die Monumenta über die weltweit größte Spezialbibliothek für die Erforschung des Mittelalters.

Gegründet in der Wohnung des Reichsfreiherrn Karl vom und zum Stein in Frankfurt am Main, avancierte die zunächst private Gesellschaft zum international anerkannten Forschungsinstitut. 1972 wurde es an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften angesiedelt. Vorrangige Aufgabe der MGH ist die kritische Edition mittelalterlicher Quellentexte und ihre Erschließung durch wissenschaftliche Beiträge. Außerdem gibt das Institut die Fachzeitschrift „Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters“ heraus.

Am Freitag will Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) mit MGH-Präsidentin Martina Hartmann eine Zielvereinbarung zur Zukunftssicherung der Einrichtung unterzeichnen. Laut Mitteilung verpflichtet sich der Staat darin zu „konstanten Aufwüchsen“ bei der Förderung. Das Forschungszentrum werde die Nachwuchs- und Frauenförderung verstärken, hieß es. (kna)

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