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Henning Mankell ist der erste Träger des "Europäischen Preises für Kriminalliteratur".
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Henning Mankell ist der erste Träger des "Europäischen Preises für Kriminalliteratur".

Krimi

Mankell schickt "Wallander" in Rente

Der schwedische Krimiautor Henning Mankell arbeitet an seinem letzten Roman mit dem eigenbrötlerischen Kommissar Kurt Wallander als Titelheld.

Unna. Der schwedische Krimiautor Henning Mankell arbeitet an seinem letzten Roman mit dem eigenbrötlerischen Kommissar Kurt Wallander als Titelheld.

Das neue Buch solle 2010 auf Deutsch erscheinen, sagte Mankell am Montag im westfälischen Unna. Es werde nur noch diesen einen "Wallander" geben, betonte der Autor. Einen schwedischen Arbeitstitel gebe es bereits, fügte seine deutsche Lektorin Tatjana Michaelis vom Zsolnay Verlag hinzu. Nähere Angaben machten der 61-jährige Autor und seine Lektorin nicht. Die Wallander- Romane sind in 40 Ländern veröffentlicht worden. Der bislang letzte Krimi "Wallanders erster Fall" war auf Deutsch 2002 erschienen.

Für seine "außerordentlichen Verdienste" um die europäische Krimiliteratur sollte Mankell am Montagabend in Unna den erstmals verliehenen "Europäischen Preis für Kriminalliteratur" erhalten. Er ist mit 11 111 Euro dotiert. Mankell kündigte an, mit einem Teil des Geldes die Alphabetisierung in seiner Wahlheimat Mosambik unterstützen zu wollen. Es sei eine Schande, dass Millionen von Kindern auf der Welt nicht lesen und schreiben könnten. Mankell war im vergangenen Jahr von rund 10 000 Krimilesern im Rahmen des Krimifestivals "Mord am Hellweg" zum ersten Preisträger gewählt worden. Der Preis soll künftig alle zwei Jahre ausgeschrieben werden, wie das Westfälische Literaturbüro Unna mitteilte.

Mankell verriet, wie er 1989, als er die Figur "Kurt Wallander" erfand, auf den Namen kam. Er habe sich einen schön klingenden Namen aus dem Telefonbuch von Malmö gesucht und dazu dann einen kurzen Vornamen. Auf die Diabetes-Erkrankung, unter der Wallander später leidet, sei er mit Hilfe einer befreundeten Ärztin gekommen. "Welche Krankheit würdest Du ihm geben", habe er sie nach den ersten drei Romanen gefragt. Sofort habe sie "Diabetes" geantwortet und auf den ungesunden Lebenswandel des Antihelden verwiesen.

Doch nicht nur Wallander treibt Mankell gerade um. "Ich arbeite auch an einem Theaterstück über Charles Darwin", sagte er. Darüberhinaus plant er eine weitere Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Axel Milberg (Tatort Kiel), der bereits mehrere Mankell- Romane als Hörbücher eingespielt hat. Auf Milbergs Bitte schrieb Mankell außerdem zwei Geschichten für die ARD-Krimireihe "Tatort", die im kommenden Jahr in Kiel und Schweden gedreht werden sollen. (dpa)

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