Kinderbuch

Wenn die Bären kommen

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Michelle Robinson und David Roberts liefern eine Anleitung, was im Ernstfall zu tun ist – oder besser doch nicht: „Bären beobachten“.

Dieses Buch sollte man bei sich haben, wenn man noch sehr klein ist und allein loszieht, um Bären in freier Wildbahn zu suchen. Andererseits ist dieses Buch ziemlich riesig. Könnte unpraktisch sein, einem Bären im Wald zu begegnen (oder zwei Bären) und in diesem Buch, das fast größer ist als man selbst, die nächsten Schritte nachschlagen zu müssen. Vielleicht liest man es besser, bevor die Bären kommen.

Michelle Robinson, offenbar eine erfahrene Bärenbeobachterin, auf jeden Fall eine erfahrene Kinderbuchautorin aus England, hat die wichtigsten Tipps zusammengetragen. Zum Beispiel, dass Braunbären größtenteils braun sind, Schwarzbären schwarz und Teddybären doof, jedenfalls im Wald. Die Sache mit dem Bärenbeobachten ist schließlich ernst und gefährlich. Sogar die Eichhörnchen (rot) schauen besorgt, als das Kind mit seinem Rucksack loszieht. Aber normalerweise trifft man sowieso keine Bären, schon gar nicht, wenn man’s drauf anlegt.

Dann wäre es allerdings kein besonders spannendes Bärenbuch, wenn darin niemand einen Bären träfe. Also trifft das Kind praktisch direkt hinter dem ersten Baum einen Schwarzbären und hat keine Ahnung, was es jetzt machen soll. Dass praktisch direkt hinter dem zweiten Baum auch noch ein Braunbär wartet, macht die ganze Angelegenheit nicht gerade einfacher – denn Schwarzbären verhalten sich völlig anders als Braunbären, zumindest theoretisch.

Das Kind hat zum Glück einige hilfreiche Dinge dabei (Pfefferspray, Unterhose, Teddybär, Kaugummi). Hier wird aber nicht verraten, welcher dieser Gegenstände die größte Hilfe im Falle einer Begegnung mit zwei Bären ist. Und auch nicht, wie das Abenteuer ausgeht. Erstens wäre dann ja die Spannung weg, zweitens kann man das Ende der Geschichte so oder so sehen.

Nur dies schon mal vorweg: Wenn ein Bär kommt – auf einen Baum klettern. Oder lieber nicht.

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