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"Welthauptstadt der Ideen"

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Von: Claus-Jürgen Göpfert

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Zum ersten Mal wird auf der Buchmesse der „Deutsche E-Book Award“ vergeben.
Zum ersten Mal wird auf der Buchmesse der „Deutsche E-Book Award“ vergeben. © Frank Rumpenhorst/dpa

Die Frankfurter Buchmesse wirbt 2014 mit dem neuen Publikumspreis „Beauty and the Book“. Er ist einer von knapp 50 Auszeichnungen, die auf der Messe verliehen werden. Erstmals werden auch die schönsten deutschen E-Books prämiert.

Die internationale Frankfurter Buchmesse 2014 trotzt Kriegen und Krisen. Unter den 100 Ländern, die sich vom 8. bis zum 12. Oktober auf dem Messegelände präsentieren, gehören auch Syrien, Irak und Afghanistan. „Die Ukrainer versuchen noch, zu kommen“, sagt Buchmessen-Sprecherin Katja Böhne am Dienstag: „Es ist den Menschen wichtig, bei uns dabei zu sein.“

Die diesjährige Ausgabe der größten Buchmesse der Welt steht unter dem Motto „Welthauptstadt der Ideen“. Direktor Juergen Boos betont, dass das Tempo der technischen Veränderungen in der Branche im Vergleich zum Vorjahr weiter zugenommen habe. Mobile Lesegeräte und digitale Produkte sieht er auf dem Vormarsch: „Verlage haben ein neues Selbstverständnis als Technologieanbieter.“ Ein Ort, der das demonstriert und ein besonderer Publikumsmagnet sein soll, ist das „Klassenzimmer der Zukunft“ im zweiten Stock der Halle 4. Hier können Kinder multimediales Arbeiten lernen, etwa eine Schülerzeitung als E-Book zur Buchmesse fertigen.

Erstmals E-Book Award

Die schönsten deutschen E-Books werden erstmals mit dem „Deutschen E-Book Award“ ausgezeichnet, einer von knapp 50 Preisen, die auf der Messe verliehen werden. Der neue Publikumspreis „Beauty and the Book“ wird aus Vorschlägen der Besucher ausgewählt. Zum ersten Mal kooperiert die Buchmesse mit dem großen Elektronikproduzenten Samsung – ein „Galaxy Studio“ auf der Agora, der großen Freifläche im Zentrum der Messe, präsentiert innovative Technologien.

Überhaupt gerät die Agora, immer mehr zum Platz für Publikums-Events. Dort steht die Bühne „Open Stage“, auf der sich die Stars präsentieren, von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller bis zum brasilianischen Bestsellerautor Paolo Coelho. Mehr denn je sind internationale Autoren präsent: Von Ken Follett über den dänischen Kinderbuch-Star Janne Teller bis hin zu György Dalos und Jaron Lanier. Teller plant unter dem Decknamen „Frankfurt Undercover“ ein dreitägiges, geheimes Brainstorming internationaler Autoren auf der Messe: „Wir möchten der Politik ein Geschenk machen – ein Kompendium der Ideen von Autoren.“ Eine neue, moderne Variante des alten Lesezelts soll mehr Platz und bessere technische Ausstattung bieten, die Spiegel-Kuppel-Architektur im Inneren bleibt aber. Zu bestimmten Themen – etwa Bildung – offeriert die Buchmesse gezielte Gruppen-Führungen. Unter der Schirmherrschaft von OB Peter Feldmann (SPD) erkunden 500 Kinder aus zweiten bis fünften Klassen die Buchmesse.

Am neuen „Kids Friday“, dem 10. Oktober, werden Jugendliche aus fünften bis achten Klassen in Kontakt mit Verlagen und Ausstellern gebracht. Die Geschäfte auf der Buchmesse brummen. Im völlig ausgebuchten Agentenpool, verhandeln mehr als 600 Agenten aus 33 Ländern über die Vermarktung von Inhalten – Büchern, Spielen, Filmen und anderen Medien.

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