Krimi

Welche Partei wohl die größeren Schurken hat?

Kriminelle Arbeitsverträge sind leider (wieder) ein Thema: Ross Thomas' Krimi "Yellow Dog Contract"

Im Jahr 1976 erschien „Yellow Dog Contract“, eine gekürzte deutsche Fassung 1978. Es ist verdienstvoll, dass der Berliner Alexander-Verlag dem 1995 gestorbenen US-Autor Ross Thomas nun eine Neuedition widmet – ist es doch seltsam, dass man einst dachte, man könne deutschen Lesern die so fesselnd beschriebenen politischen Machenschaften nur gekürzt nahebringen. Im „Yellow-Dog-Kontrakt“ geht es um eine Politschurkerei von ähnlichem Kaliber wie es gerade erst Watergate war.

Ein Gewerkschaftsboss ist verschwunden, Menschen, die etwas über seinen Verbleib wissen könnten, werden umgebracht. Dem früheren Wahlkampfberater Harvey Longmire ist bald klar, dass die Täter Profis sein müssen. Aber wer hat einen Nutzen davon, wenn eine große Gewerkschaft wenige Monate vor den Präsidentschaftswahlen in einen Streik getrieben wird? Ein Yellow-Dog-Kontrakt ist übrigens ein Arbeitsvertrag, der dem Arbeitnehmer die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft verbietet. Und kriminelle Arbeitsverträge sind leider (wieder) ein aktuelles Thema. (sy)

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