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André Breton und Jaqueline Lamba, circa 1938.
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André Breton und Jaqueline Lamba, circa 1938.

Frida Kahlo

„Was für Kanaillen“

  • Arno Widmann
    VonArno Widmann
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Frida Kahlo lästerte 1939 über die Pariser Kunstszene – aber es war auch Liebe im Spiel.

Vom 21. Januar bis zum 25. März 1939 war die mexikanische Malerin Frida Kahlo (1907-1954) in Paris. Sie war damals Gast im Haus von Mary Reynolds, der Partnerin von Marcel Duchamp. Anlass war die von André Breton eingerichtete „Mexiko“-Ausstellung in der Galerie Renou et Colle. Unter anderem waren dort 18 Gemälde Kahlos zu sehen. Frida Kahlos exotische Erscheinung war ein großer Erfolg, und über ihre Bilder schrieb Pablo Picasso, der die Ausstellung besuchte, ihrem Gatten Diego Rivera: „Weder (der französische Maler André) Derain noch ich noch Du sind in der Lage, Gesichter so zu malen, wie Frida Kahlo es kann.“

Ihrem New Yorker Geliebten schrieb Frida Kahlo am 16. Februar über ihre neuen Pariser Bekannten: „Du kannst Dir nicht vorstellen, was diese Leute für Kanaillen sind. Ich könnte kotzen. Sie sind so verdammt ‚intellektuell‘ und mies, dass ich sie nicht länger ertragen kann. Es ist wirklich zu viel für mich. Lieber hocke ich mich auf den Markt von Toluca und verkaufe Tortillas, als etwas mit diesen schäbigen Pariser ‚Künstlern‘ zu tun zu haben.“

Das Buch:

Marc Petitjean: Das Herz – Frida Kahlo. Eine Liebesaffäre in Paris, Frühjahr 1939. A. d. Franz. v. Michaela Angermair. Schirmer/Mosel 2021. 237 S., 22 Euro.

So ganz ist das nicht die Wahrheit. Frida Kahlo hatte damals Liebesaffären mit Jacqueline Lamba, der Ehefrau von André Breton, und Michel Petitjean, dem Geliebten der Mäzenin des Surrealismus, Marie-Laure de Noailles. Einen jungen Mann namens Ramon Mercader, der sich auf der Vernissage der Ausstellung ihr näherte, wies sie ab. Er ermordete später Leo Trotzki, der auch einmal ein Geliebter von Frida Kahlo gewesen war.

Das Buch, das diesen kurzen Parisaufenthalt schildert, stammt von dem 1951 geborenen Marc Petitjean, dem Sohn des Mannes, dem Frida Kahlo zwei Wochen lang ihre Aufmerksamkeit, ihren geschundenen Körper und danach ein Bild schenkte.

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