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Protest gegen Björn Höcke und den Antaios-Verlag
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Protest gegen Björn Höcke und den Antaios-Verlag

Neue Rechte

Tumulte bei Antaios-Veranstaltung

  • Danijel Majic
    vonDanijel Majic
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Bei einer Veranstaltung des neurechten Antaios-Verlages auf der Frankfurter Buchmesse kommt es zu Tumulten und Handgreiflichkeiten zwischen Besuchern, Anhängern der Identitären Bewegung und linken Gegendemonstranten.

Bei einer Veranstaltung des neurechten Antaios-Verlages auf der Frankfurter Buchmesse ist es zu Tumulten und Handgreiflichkeiten zwischen Besuchern, Anhängern der Identitären Bewegung und linken Gegendemonstranten gekommen. Ein Podium mit Vertretern der völkischen Identitären Bewegung, das für 18 Uhr angesetzt war, konnte nicht wie geplant stattfinden. Die Polizei trennte die Gruppen.

Zuvor hatte der Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion in Thüringen, Björn Höcke, zusammen mit Autoren des rechtsradikalen Verlages gesprochen. Rund 150 Besucher waren zu der Veranstaltung gekommen und hatten auf laute Zwischenrufe mit Sprechchören geantwortet. Allerdings hatten sich unter die Zuhörer offenbar zahlreiche Gegendemonstranten gemischt, die auf den Auftritt von Identitären-Chef Martin Sellner und den Vertreter der Kontrakultur Halle, Mario Müller warteten.

Der Auftritt wurde schließlich von der Buchmessen-Leitung für beendet erklärt, nachdem die Gegendemonstranten die Halle gegen 18.40 Uhr geräumt hatten.

Antaios-Verleger Götz Kubitschek versuchte, das geplante Podium dennoch abzuhalten. Buchmesse-Chef Jürgen Boos wurde vom verbliebenen Publikum des rechten Verlages als "Heuchler" und "Lügner" beschimpft. Kubitschek beklagte in einer spontanen Rede, dass das Verständnis der Buchmesseleitung von "Meinungsfreiheit" offensichtlich nicht den Schutz seines Standes oder seiner Veranstaltungen beinhalte. In der Nacht auf Samstag sollen Bücher vom Stand des Antaios-Verlages gestohlen worden sein. Nach der Rede Kubitscheks räumten Verlag und Anhänger die Bühne in Halle 4.2.

Wehnemann: „Sieg Heil“-Rufe auf der Buchmesse

Derweil berichtet der Frankfurter Stadtverordnete Nico Wehnemann (Die PARTEI), von Anhängern der Identitären Bewegung angegriffen und zu Boden geworfen worden zu sein, ohne dass die Polizei eingeschritten wäre. Der freie Journalist Jonas Fedders widerspricht allerdings via Twitter. Laut Polizei war der Mann, der Wehnemann zu Boden warf, ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Messe Frankfurt. 

Zu den Besuchern der Veranstaltung zählten neben dem ehemaligen Stadtverordneten Wolfgang Hübner von den rechten Lokalpartei "Bürger für Frankfurt" auch Neonazis - darunter Maximilian Reich, einst führender Aktivist des Freien Netz Hessens und der Nationalen Sozialisten Rhein-Main, der inzwischen im ebenfalls neonazistischen Antikapitalistischen Kollektiv (AKK) aktiv ist. (mit jon) 

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