Gegenbuchmasse

Texte zur Revolte

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Parallel zur Frankfurter Buchmesse findet wieder die "Gegenbuchmasse" statt. Linken Autoren und Verlagen soll dabei ein "Forum für kritische Gedanken" geboten werden.

Die Reihe ist schon fast so etabliert wie die Buchmesse selbst. Jedes Jahr, wenn sich im Scheinwerferlicht der Frankfurter Messehallen Autoren, Politiker und die Stars des internationalen Literaturbetriebs Klinke und Mikrofon in die Hand geben, gibt es im Café Exzess in Bockenheim und anderen Orten der kritischen Gegenkultur ebenfalls eine Reihe von Lesungen. Es sind meist kleine linke Verlage, in denen die auf der „Gegenbuchmasse“ vorgestellten Bücher erscheinen; inhaltlich geht es etwa um neueste Entwicklungen in der rechten Szene, anarchistische Gruppen in der arabischen Welt oder die dänische Punk- und Hardcoreszene.

Die Gegenbuchmasse hat es sich zum Ziel gemacht, neben der unüberschaubaren Masse an Titeln, die auf der Buchmesse präsentiert werden, auch linken Autoren „ein Forum für kritische Gedanken“ zu bieten, wie es auf der Homepage der Veranstaltungsreihe heißt. 20 Lesungen stehen in diesem Jahr auf dem Programm, sie finden etwa im Café Exzess, im Club Voltaire, im Café Koz auf dem alten Campus Bockenheim, in der besetzten Au oder im linken Zentrum „Centro“ in Rödelheim statt. 

Am Samstag, 13. Oktober, gibt es als Höhepunkt ab 19 Uhr die „lange Lesenacht mit leckerem Buffet“ im Café Exzess. Dabei liest unter anderem Achim Szepanski aus seinem Buch „Riot – Was war da los in Hamburg?“ über den G20-Gipfel, Gerhard Hanloser aus „Lektüre und Revolte“ über den Textfundus der 68er-Bewegung und Cornelia Naumann aus dem Buch „Ich hoffe noch, dass aller Menschen Glück nahe sein muss...“ über das Leben der vergessenen Revolutionärin Sarah Sonja Rabinowitz. Der Eintritt für die Lesungen ist frei, Spenden sind „schärfstens erwünscht“. 

Gegenbuchmasse - aus dem Programm

Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie. Lesung mit Timo Daum. Dienstag,  9. Oktober, Café Exzess, Leipziger Straße 91, 20 Uhr.

Antifeminismus in Bewegung. Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt. Lesung  mit Juliane Lang. Mittwoch,  10. Oktober, Café Exzess, Leipziger Straße 91, 20 Uhr.

Im Kampf gegen die Tyrannei. Gewaltfrei-revolutionäre Massenbewegungen in arabischen und islamischen Gesellschaften. Lesung mit Lou Marin. Mittwoch, 10. Oktober, Café Koz, Mertonstraße 26-28, 19 Uhr.

Die Dramatisierung eines Romans. Eine Untersuchung zu Gerhard Zwerenz und Rainer Werner Fassbinder: „Der Müll, die Stadt und der Tod“. Lesung mit Peter Menne. Donnerstag, 11. Oktober, Club Voltaire, Kleine Hochstraße 4, 19 Uhr.

Die Identitären. Wie rechtsextreme Ideologie popularisiert wird. Lesung mit Kathrin Glösel. Freitag, 12. Oktober, Club Voltaire, Kleine Hochstraße 4, 19 Uhr.

Karl Marx und die Geburt der modernen Gesellschaft. Lesung mit Michael Heinrich. Samstag, 13. Oktober, Club Voltaire, Kleine Hochstraße 4, 19 Uhr.

Konkrete Utopie. Die Berge Kurdistans und die Revolution in Rojava. Lesung mit Peter Schaber. Sonntag, 14. Oktober, Internationales Zentrum, Koblenzer Straße 17, 19.30 Uhr.

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