Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Teenie-Star in der Kleinstadt

  • Sylvia Staude
    vonSylvia Staude
    schließen

Michael Collins' dunkler Krisen-Krimi

Der Krimiautor Michael Collins, ein Ire, der in den USA lebt, erzählt in "Tödliche Schlagzeilen" ("The Keepers of Truth", 2000) die Geschichte einer kleinen amerikanischen Stadt, die von der Krise gebeutelt wird - der Krise vor der aktuellen Krise. Anständig bezahlte Jobs sind rar, Händler kämpfen ums Überleben, das örtliche Käseblatt ebenso.

Da kann ein Mann, der Koch ist in einem Schnellrestaurant, zu einer Teenie-Attraktion werden, weil er verdächtigt wird, seinen Vater umgebracht zu haben. Und Bill, der einzige Reporter der Zeitung, füllt - zuerst widerstrebend, dann dankbar - Seite um Seite mit halbgaren Recherchen und Spekulationen.

In einem Collins-Roman ist es ziemlich egal, wer's getan hat. Nein, keineswegs sind diese Krimis langweilig; aber die Beschreibungen einer maroden, in Hoffnungslosigkeit gefangenen Gesellschaft sind auf eine Weise dominierend, dass sie nicht taugen zur flotten S-Bahn-Lektüre. Sie sind dunkel und dicht, sie schildern den so genannten Kleinen Mann und sein kleines Leben mit Schonungslosigkeit. Der Krimi ist hier Gesellschaftsroman, auf hohem Niveau.

Michael Collins: Tödliche Schlagzeilen. Aus dem Englischen von Eva Bonné. btb Verlag München 2008, 382 Seiten, 9,00 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare