1. Startseite
  2. Kultur
  3. Literatur

Tanja Maljartschuk erhält Usedomer Literaturpreis 2022

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Tanja Maljartschuk
Der Schriftstellerin Tanja Maljartschuk steht wieder ein Preis ins Haus. © Sofija Rudejchuk/Usedomer Literaturtage/dpa

Schon vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine hatte die Jury ihre Wahl gestroffen: Die aus der Ukraine stammende Autorin Tanja Maljartschuk erhält den diesjährigen Usedomer Literaturpreis.

Heringsdorf - Die aus der Ukraine stammende Schriftstellerin Tanja Maljartschuk erhält den diesjährigen Usedomer Literaturpreis. Stellvertretend für ihr gesamtes Werk werde ihr Roman „Blauwal der Erinnerung“ ausgezeichnet, teilten die Veranstalter am Freitag mit.

Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und mit einem einmonatigen Arbeitsaufenthalt auf der deutsch-polnischen Insel verbunden. Die 1983 geborene Autorin soll den Preis am 30. April entgegennehmen.

Geschichte der Ukraine

In „Blauwal der Erinnerung“ erzählt Maljartschuk den Angaben zufolge anhand der Biografie des ukrainischen Nationalhelden Wjatscheslaw Lypynskyj von der schwierigen Nationenbildung des Landes. Mit dem Roman habe die Preisträgerin ein wortgewaltiges Erinnerungsbuch über die Geschichte der Ukraine geschaffen, begründete die Usedomer Jury ihre Wahl. Die Entscheidung für die Autorin fiel demnach bereits Anfang Februar - noch vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine.

Maljartschuk studierte Ukrainische Philologie und arbeitete einige Jahre als Fernsehjournalistin in Kiew. Sie veröffentlicht außerdem Essays in deutscher Sprache. 2018 hatte die in Wien lebende Autorin bereits den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen.

Der Usedomer Literaturpreis richtet sich an Autorinnen und Autoren, die sich in herausragender Weise um den europäischen Dialog verdient gemacht haben. In diesem Jahr wird er zum zwölften Mal verliehen. Unter den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern ist auch die polnische Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk. Die Usedomer Literaturtage finden vom 27. bis 30. April statt. dpa

Auch interessant

Kommentare