Literatur

Straelener Übersetzerpreis an Hans-Christian Oeser

Der 1950 geborene Autor von Reisebüchern und Übersetzer wird außerdem für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Der Straelener Übersetzerpreis geht in diesem Jahr an den Literaturübersetzer Hans-Christian Oeser. Er erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Übersetzung von Sebastian Barrys Roman „Tage ohne Ende“ aus dem Englischen, wie die Kunststiftung NRW am Montag in Düsseldorf mitteilte. Der 1950 geborene Autor von Reisebüchern und Übersetzer werde außerdem für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Förderpreis geht an André Hansen.

Die Jury würdigte Oesers „meisterhafte Übersetzung“ von dem 2018 erschienenen Roman „Tage ohne Ende“ von Sebastian Barry. In seiner Übersetzung der Geschichte über den amerikanischen Bürgerkrieg und die Indianerkriege finde Oeser „einen dynamischen Stil von großer Musikalität, oszillierend zwischen sarkastischer Lakonie, treffender Härte und zartester Lyrik, der immer wieder Menschlichkeit aufscheinen lässt“.

Der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis geht an André Hansen für die Übersetzung von Mahir Guvens Roman „Zwei Brüder“ aus dem Französischen. Die Jury würdigte „vor allem seine mutige und einfallsreiche Übertragung umgangssprachlicher Register“: Die Bandbreite reiche von religiösen Diskursen über Jugendsprache und Taxifahrerjargon bis hin zum Rap. Der 1985 geborene Hansen lebt in Berlin.

Der Straelener Übersetzerpreis gehört den Angaben zufolge zu den höchstdotierten Literaturpreisen im deutschsprachigen Raum. Er wird seit 2001 von der Kunststiftung in Kooperation mit dem Europäischen Übersetzer-Kollegium im niederrheinischen Straelen vergeben. (dpa)

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