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Bestenliste "Der Weltempfänger"

Ab sofort auf Sendung

Die neue Bestenliste "Der Weltempfänger" empfiehlt ins Deutsche übersetzte Bücher aus Afrika, Asien und Lateinamerika.

Von CHRISTOPH SCHRÖDER

Der Weltreisende und Weltensammler Ilija Trojanow hing zwar nicht am Nordpol oder im Kongo fest, sondern am Stuttgarter Hauptbahnhof. Also konnte er nicht dabei sein, als im Frankfurter Literaturhaus eine Initiative vorgestellt wurde, die auf seine, Trojanows, Idee zurückgeht. Die Welt wird zusehends unübersichtlicher, der Buchmarkt ohnehin - was also bietet sich als Orientierungshilfe an? Genau, eine Liste.

Nun hat die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. (abgekürzt: Litprom) dem Literaturgeschäft eine weitere Liste hinzugefügt, und es ist definitiv eine der sinnvolleren: Eine vierteljährlich erscheinende Bestenliste mit dem Titel "Weltempfänger", die Neuerscheinungen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken will aus Ländern, die man früher "Dritte Welt" nannte.

Die Unterstützung ist nötig: Jürgen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse und Vorstandsvorsitzender von Litprom, machte noch einmal darauf aufmerksam, dass lediglich sechs Prozent der in Deutschland erscheinenden Bücher Übersetzungen seien; ein Großteil davon aus dem Englischen. Anita Djafari, die als Redakteurin die von Litprom herausgegebene Zeitschrift "LiteraturNachrichten" betreut, informierte über die grundsätzliche Arbeit der 1980 anlässlich des Buchmessenschwerpunktes Schwarzafrika gegründeten Gesellschaft. Man habe sich zum Ziel gesetzt, so Djafari, Übersetzungen zu fördern, Manuskripte an Verlage zu vermitteln und Lobbyarbeit zu betreiben. Außerdem findet sich auf der Litprom-Homepage ein Verzeichnis der erschienenen Bücher aus Afrika, Asien und Lateinamerika.

Jury-Mitglied Arno Widmann, Leiter des FR- Feuilletons, betonte die Notwendigkeit der Litprom-Bestenliste als Korrektiv: Auf der viel beachteten SWR-Bestenliste, so Widmann, habe sich im vergangenen Jahr ein einziger Titel befunden, der für die "Weltempfänger"-Charts in Frage gekommen wäre. Der Grund dafür, dass zur Premiere mit Aravind Adigas Roman "Der weiße Tiger" ausgerechnet ein Roman auf Platz 1 steht, der durch den Booker Prize bereits bekannt ist, sei einfach zu benennen, so Widmann: "Es war ganz einfach das beste Buch."

1. Aravind Adiga: Der weiße Tiger. Übersetzt von Ingo Herzke. C.H. Beck, 19,90 Euro.

2. Jamal Mahjoub: Die Stunde der Zeichen. Übersetzt von Thomas Brückner. Büchergilde, 19,90 Euro.

3. Juan Rulfo: Pedro Páramo. Übersetzt von Dagmar Ploetz. Carl Hanser Verlag, 17,90 Euro.

4. Deon Meyer: Weißer Schatten. Übersetzt von Ulrich Hoffmann. Rütten & Loening, 19,95 Euro.

5. Evelio Rosero: Zwischen den

Fronten. Übersetzt von Matthias Strobel. Berlin Verlag, 19,90 Euro.

6. Youssouf Amine Elalamy:

Gestrandet. Übersetzt von Barbara Gantner. Verlag Donata Kinzelbach, 18 Euro.

7. Sefi Atta: Sag allen, es wird gut. Übersetzt von Sigrid Groß. Verlag Peter Hammer, 22 Euro.

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