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Sigmar Gabriel stellte auf der Buchmesse in Frankfurt sein neues Buch "Zeitenwende in der Weltpolitik" vor.

Sigmar Gabriel auf der Buchmesse Frankfurt

Sigmar Gabriel sagt für Europa schwierige Phase voraus

Sigmar Gabriel stellte auf der Buchmesse in Frankfurt sein neues Buch "Zeitenwende in der Weltpolitik" vor.

Nach der Europawahl im kommenden Jahr steht der EU nach Ansicht des früheren SPD-Chefs und Außenministers Sigmar Gabriel „eine ganz schwierige Periode“ bevor. Angesichts des Zuspruchs für populistische Parteien kämen wahrscheinlich Konservative und Sozialdemokraten im Europa-Parlament zusammen erstmals auf keine absolute Mehrheit mehr, sagte der Bundestagsabgeordnete auf der Frankfurter Buchmesse.

Allerdings sei Europa nach dem Zweiten Weltkrieg „in einer viel dramatischeren Situation“ gegründet worden, gab der langjährige ehemalige SPD-Vorsitzende zu bedenken. Er geht davon aus, dass nach der Wahl die Regierungen die EU zusammenhalten müssten. Das Parlament werde eine schwächere Rolle spielen.

Gabriel stellte auf der Messe sein neues Buch „Zeitenwende in der Weltpolitik“ vor, in dem er ein stärkeres finanzielles Engagement Deutschlands für den sozialen Zusammenhalt Europas fordert. 40 Jahre lang sei den Deutschen hierzulande eingeredet worden, sie seien „der Lastesel“ Europas, sagte Gabriel. In Wahrheit sei Deutschland als „Exportweltmeister“ der Netto-Gewinner. 60 Prozent der Ausfuhren gingen in die EU. Gabriel verlangte zugleich eine stärkere Rolle Europas auf der globalen Bühne. Man könne nicht mehr „Vegetarier unter Fleischfressern“ sein. (dpa)

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