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Wo Schottland ein wenig wild ist

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© Droemer-Verlag

Val McDermid tut mit "Nacht unter Tag" für Schottland, was Baz Luhrmann mit "Australia" für seine Heimat tat: Sie wirbt auf breiter Leinwand.

Val McDermid tut für Schottland, was Baz Luhrmann mit "Australia" für seine Heimat tat: Sie wirbt auf breiter Leinwand. Zwar geht es in "Nacht unter Tag" auch um die erbitterten, viele Menschen ins Elend stürzenden Aus-einandersetzungen während der britischen Bergarbeiterstreiks - ein wichtiges Stück Geschichte, das McDermid selbst erlebte (beide Großväter waren Bergarbeiter). Aber der größere Teil des Buches spielt auf dem prächtigen Anwesen Sir Brodie Grants, eines Geldadligen.

Und eine kleine Liebesgeschichte hat auch noch Platz, zwischen der energisch ermittelnden Karen Pirie und ihrem sanften Adlatus Phil. McDermid ist inzwischen eine der großen älteren Damen der britischen Krimiliteratur, ihre Bücher sind in jeder Hinsicht verlässlich - sauber geschrieben, alle Handlungsfäden zuletzt fein zusammengebunden - aber auch vorhersehbar und ein wenig betulich. Die Schottin mutet ihren - vermutlich weit überwiegend - Leserinnen keine allzu großen Schrecken zu. Das aber ausführlich. sy

Val McDermid: Nacht unter Tag. Aus dem Englischen von Doris Styron. Droemer-Verlag 2009, 540 Seiten, 19,95 Euro.

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