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Szene aus „Schlafen wie die Rüben“: Was soll man dazu sagen? Ist natürlich totaler Quatsch.
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Szene aus „Schlafen wie die Rüben“: Was soll man dazu sagen? Ist natürlich totaler Quatsch.

Kinderbuch

„Schlafen wie die Rüben“: Der Esel im Tee

  • Judith von Sternburg
    VonJudith von Sternburg
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Was ist denn hier los? „Schlafen wie die Rüben“ ist zwar ein Noch-etwas-wach-Bleiben-Buch, aber ein sehr lustiges.

Gutenachtgeschichten, bei denen man sich fragen muss, wer danach schlafen soll, liegen anscheinend im Trend. Nach „Hey, hey, hey, Taxi“ von Saša Stanišic und Katja Spitzer erscheint, ebenfalls bei dem auf die Nerven von Eltern wenig Rücksicht nehmenden mairisch Verlag das Buch „Schlafen wie die Rüben“. Von wegen. Finn-Ole Heinrich, Dita Zipfel und Tine Schulz, die eiskalt alles gezeichnet hat, was da an Quatsch geredet wird, tun alles, damit die Rüben wach bleiben.

Und zwar mit folgendem einfachen, aber sorgsam durchgeführten Trick. Die Erzählerin, die mit ihren Eltern, zwei Geschwistern und einem Hund zusammenwohnt – alles gemütlich und lässig, irgendwie 70er-Jahre-mäßig – , berichtet zuerst von jenem „knallefesten Ritual“, mit dem man hier jeden Abend ins Bett geht. Gleich wird es aber sonderbar. „Es geht los mit Hüpferei, dann schütteln wir den Esel Olga, trinken aus dem See und grölen in die Becher.“ Und so weiter, und das kann nicht sein, und ein paar Seiten später heißt es also: „Häääh? Was? Wie bitte?“ Da sei sie wohl ein bisschen durcheinander gekommen (bei der Gelegenheit lernen Kinder, die es noch nicht kennen, gleich das hervorragend nützliche Wort „vertüddelt“).

„Im Garten striegeln wir den See, dann steht der Esel tief im Tee“, das stimmt doch garantiert auch wieder nicht, aber Sie haben jetzt verstanden, was die drei mit uns spielen. Das Spiel, das man vor allem mit Bildern kennt, Köpfe, Leiber und Beine in Streifen, so dass man zahllose ulkige Figuren zusammenblättern kann. Funktioniert das denn auch mit Sprache? Klar. Nur wenn man ernsthaft nicht will, dass das eigene Kind jemals Unsinn redet, sollte man dieses Buch meiden.

Nimmt mairisch tatsächlich keine Rücksicht auf die Nerven von Eltern? Der Verlag sorgt jedenfalls dafür, dass auch die Erwachsenen sich bei der hundertsten Wiederholung noch nicht langweilen werden. Es wird eher immer poetischer. Außerdem können am Ende halt alle nicht schlafen, bis sie dann doch schlafen können. Ein Wunder. Ab vier Jahren

Finn-Ole Heinrich, Dita Zipfel (Text) & Tine Schulz(Ill.): Schlafen wie die Rüben. Huckepack im mairisch Verlag, Hamburg 2021. 32 Seiten, 15 Euro.

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