Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Verdammt laute Fische: Literatur macht es möglich. Foto: Katja Spitzer/mairisch Verlag
+
Verdammt laute Fische: Literatur macht es möglich.

Kinderbuch

Sasa Stanisic: „Hey, hey, hey, Taxi!“ – Weg und zurück

  • Judith von Sternburg
    vonJudith von Sternburg
    schließen

Fabelhafte Kindergeschichten von Buchpreisträger Sasa Stanisic.

Wen Gutenachtgeschichten nervös machen, wer sich bei Gutenachtgeschichten bisher heimlich doch gelangweilt hat und wer womöglich gar keine Kinder hat, denen man Gutenachtgeschichten vorlesen könnte, greift jetzt getrost zu dem Band „Hey, hey, hey, Taxi!“

„Hey, hey, hey, Taxi!“ ist das erste Kinderbuch von Saša Stanišic, aber als Schriftsteller weiß er, wie das geht. Außerdem macht er im Vorwort plausibel, dass die Geschichten bereits mündlich am eigenen Sohn erprobt sind. Während man selbst gickelnd durch die Seiten spaziert, registriert man verdattert das Generationenverbindende der Literatur.

Sprache kann alles

Das Buch

Sasa Stanisic und Katja Spitzer (Ill.): Hey, hey, hey, Taxi!“ mairisch Verlag, Hamburg 2021. 96 S., 18 Euro. Auch als Hörbuch, der Autor liest selbst!

Dabei macht der Autor, unterstützt von den nicht weniger tolldreisten Illustrationen von Katja Spitzer, einen Quatsch nach dem anderen. Das „Hey, hey, hey, Taxi!“, das einem anfangs womöglich noch stupide vorkommt, wird zum elanvollen Einstieg in jede neue Geschichte. Erwachsene wissen noch besser als Kinder, dass bei einer Taxifahrt alles möglich ist, so auch hier.

Gleich am Anfang rast die Fahrerin wie wild, nämlich „Blitzig!, Zackzackzacklig! Leopardüsig!“ (Denn Sprache hat für alles auf der Welt auch Worte, manchmal müssen sie einem aber erst einfallen). Mal geht es zum Mond und mal zu den Riesen, mit einer Maus oder mit einem kleinen Riesen, der übrigens Riesling heißt (wie konnte einem das bisher nur entgehen). Es gibt lärmende Fische, einen reuelos kleptomanischen Zwerg, außerordentlich dumme Roboter und selbstverständlich einen Zauberer. Manchmal heißt es: Nichts wie weg.

Die Geschichten wachsen wie das Leben, werden länger, die Figuren vertrauter. Mit dem Fahrer Odjo Odjo, der ausschließlich „Odjo, odjoodjoodjo“ sagt (aber er kann sich verständlich machen, und der Erzähler ist nicht der Typ, der sich mit Gestaune länger aufhält), geht es zu Piraten, die die Abenteuer satt haben. Anders zu sein, als die Leute von einem erwarten: nicht schlimm.

Fast jede Geschichte verblüfft, auch Abgebrühte. Das Allerbeste aber ist – auch für den Erzähler – immer die Heimkehr zum Kind. Insofern ist „Hey, hey, hey, Taxi!“ eine große Liebeserklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare