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Natur

Sachbücher für Kinder

  • Judith von Sternburg
    vonJudith von Sternburg
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„Biowas?“ Zwei Bücher nehmen Mädchen und Jungen mit in die Welt der Tiere und Pflanzen – damit Biodiversität kein Fremdwort bleibt.

Unterwegs: Das neueste Buch von Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski, dem Duo des grandiosen Landkartenbuchs „Alle Welt“, ist zweifellos lehrreich. Man erfährt viel über Biodiversität („Biowas?“) und Tiere und Pflanzen an verschiedenen Orten auf der Welt. Wie das alles zusammenhängt, wie es wurde und wie es weitergehen könnte. Sicher sind Kinder konzentriert genug, diesem riesigen, geradezu fantastischen Buch Unmengen von Wissen zu entnehmen. Wem es an sittlicher Reife fehlt, hat erst recht Freude an zwei polnischen Freunden, einem Wisent und einem Eichhörnchen, die eine buchlange Reise durch interessante Nationalparks machen. Ja, damals reiste man noch kreuz und quer durch die Gegend. Wisent und Eichhörnchen haben ihre Gründe!

Die Nationalparks – von Polen aus auf alle Kontinente – klingen zunächst vielleicht abwegig. Sie erscheinen dann aber zunehmend als faszinierende Orte, an denen Natur (noch einmal) zu erleben ist. Obwohl „Auf nach Yellowstone!“ sich nicht explizit auf Klimakrise oder Umweltzerstörung konzentriert, wird die Raffinesse, Komplexität und damit Fragilität natürlicher Kreisläufe offenbar – in einer rasanten Mischung aus Sachbuch und Comic. Beim Lesen will man rasend voran, aber trotzdem nichts verpassen. Die kleinsten Bilder sind immer noch detailreiche, haargenaue Spektakel. Kann anstrengen. So ist das beim Reisen, an das man sich bei dieser Gelegenheit gewöhnen kann. Ab 7 Jahren.

Aleksandra Mizielinska / Daniel Mizielinski: Auf nach Yellowstone! A. d. Poln. v. Thomas Weiler. Moritz. 126 S., 29 Euro.

Vor der Nase: Eine Schönheit anderer Art ist der Band „Wunder der Natur zum Innehalten und Staunen“. Auf einen solchen Titel wäre man jetzt nicht unbedingt verfallen – oder doch, wäre man, aber man ist auch keine fünf mehr. Er sagt aber, wie es ist. Während bei Mizielinski/Mizielinska die Tiere unter sich bleiben, aber von Mickey-Maus-hafter Menschlichkeit sind, nehmen Rachel Williams und Freya Hartas glasklar die Perspektive des (hier: respektvollen, achtsamen) Menschen ein, der auf die Natur um sich her schaut. Ein Gewitter und Metamorphosen, nächtliche Fledermausjagd, morgendliches Vogelgezwitscher. Oder hier eine Schneeflocke. Oder dort ein Mückenstich, verflixt. „Slow down“ lautet der englische Originaltitel. Beeindruckend, dass es Williams und Hartas gleichwohl gelingt, nicht herzig oder zu besinnlich zu werden. Nach den, vom Alter her definitiv vor den Yellowstone-Turbulenzen ist das der kontemplative Blick. Ab vier Jahren.

Rachel Williams/ Freya Hartas (Ill.) Wunder der Natur zum Innehalten und Staunen. Dt. v. Kathrin Köller. Prestel. 128 S., 20 Euro.

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