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Sachbuch

Der rote Baedeker der Stadtentwicklung

Dass die Laterne schon wieder flackert und die Schlaglöcherdichte stark zunimmt - für diese Veränderung im Erscheinungsbild deutscher Städte gibt es

Dass die Laterne schon wieder flackert und die Schlaglöcherdichte stark zunimmt - für diese Veränderung im Erscheinungsbild deutscher Städte gibt es vielerlei Ursachen. Die Stadtsoziologie hat dafür manchen Begriff zur Hand, ebenso wie für die Schließung von Schwimmbädern oder den Startschuss zu einem Stadtmarathon. Hartmut Häußermann, Dieter Läpple und Walter Siebel nennen dafür vier Gründe: die Globalisierung, den sozioökonomischen Strukturwandel, demographische Veränderungen und die Wiedervereinigung. Mit ihrem Buch "Stadtpolitik" haben sie so etwas wie einen kritischen Baedeker der jüngeren Stadtentwicklung geschrieben, rot eingefasst ist er auch. Ob Einkaufszentrum oder Gentrification, Schrumpfung, Festivalisierung oder Suburbanisierung: Die drei Autoren versammeln in 19 Kapiteln eine Kritik am gegenwärtigen "Stadtregime", aus dem man vielerlei lernen kann. Am Ende aber vor allem: dass die Stadt das komplexestes Gebilde ist, dass sich der Bürger leistet. In den letzten Jahren tatsächlich einen Meltingpot aus Privatisierung, Deregulierung und Ökonomisierung - um nur diesen Gedanken einmal anzusprechen. ChTh

H. Häußermann,

D. Läpple, W. Siebel:

Stadtpolitik.

Frankfurt a.M., 2007,

edition suhrkamp 2512, 406 Seiten,

14 Euro .

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