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Bücher von prominenten Autoren gehen immer gut, zu Zeiten der Buchmesse aber noch besser.
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Bücher von prominenten Autoren gehen immer gut, zu Zeiten der Buchmesse aber noch besser.

Buchmesse in Frankfurt

„Remmidemmi während der Buchmesse“

Die Buchhändler in Frankfurt profitieren von der Buchmesse. Vor allem Werke von Preisträgern werden in diesen Tagen besonders gern gekauft. Und am Sonntag dürfte der Trubel noch größer werden.

Langsam dreht sie den Grußkartenständer; ihre Augen wandern senkrecht über die Einsteckfächer, bis sie sich für eine Karte mit Blumenmuster entschieden hat. Statt eines Buchs kauft Ines Schmidt in der Büchergilde an der Konstablerwache eine Postkarte. Das kommt häufiger vor. Denn mit Karten, Gemälden und Geschenkpapier will Wolfgang Grätz, Betreiber der Büchergilde, zusätzliche Einnahmen schaffen, wenn er weniger Bücher verkauft. „Die Buchverkaufszahlen bei uns schwanken, wir verkaufen mal mehr, mal weniger“, sagt Grätz.

In den Wochen vor, nach und während der Buchmesse läuft es aber meistens ganz gut, auch weil mehr Leute in der Stadt sind: „Da ist immer Remmidemmi“, sagt Grätz. Denn er und seine Mitarbeiter müssen dann nicht nur den Laden betreiben, sondern auch einen Stand auf der Messe.

Die Schlangen sind lang

Mehr Arbeit macht sich Grätz aber gern. Denn er freut sich darüber, dass der Buchmarkt während der Messe so viel Aufmerksamkeit erfährt. Das merkt er auch an der Zahl seiner Kunden: „Unser Telefon klingelt viel öfter; da fällt den Leuten ein, dass sie noch dieses eine Buch lesen wollten, das vor fünf Jahren veröffentlicht wurde und der Autor irgendwie Maier hieß“, erzählt Grätz. Er versuche immer, den richtigen Titel aufzutreiben.

Eine andere Veröffentlichung ist zur Zeit ständig im Laden vorrätig: „Das Buch von Frank Witzel lief schon gut bevor es am Montag mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde.“ Nun rechnet Grätz damit, in den kommenden Tagen noch deutlich mehr Exemplare des Witzel-Romans zu verkaufen. Sein Buch „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969“ spielt in Wiesbaden und sei deshalb bei den Lesern der Region beliebt – auch wenn es ein dicker Wälzer von gut 800 Seiten ist.

Mit mehreren Büchern unter dem Arm warten fast ein Dutzend Menschen darauf, sie zu bezahlen. Die Schlangen an den Kassen in der Buchhandlung Hugendubel sind lang. Es ist Mittagszeit, das belebt das Geschäft. Man merke aber schon, dass Buchmesse sei, sagt Annika Bald, Sprecherin der Buchhandlung am Steinweg. „Wenn Bücher ausgezeichnet werden, sind sie besonders gefragt“, sagt Bald. So etwa der aktuelle Roman von Swetlana Alexijewitsch; der ist zur Zeit vergriffen. Die Weißrussin erhielt vergangene Woche den Literaturnobelpreis für ihr Werk.

Der Buchhandel in Frankfurt will dieses Jahr von einem weiteren Umstand profitieren: „Wir freuen uns, dass der verkaufsoffene Sonntag auf den Sonntag der Buchmesse fällt“, sagt Annika Bald. Zudem bietet die Buchhandlung während der Messe mehr als ein Dutzend Lesungen im Laden am Steinweg an.

Nicht vom Trubel der Buchmesse anstecken lässt sich Eva Neumann aus Bockenheim. Sie geht gern zum Stöbern in den Buchladen. „Ich lese eigentlich alles: Krimis, Frauenromane und Sachbücher– mein letztes Buch war von der polnischen Krimiautorin Katarzyna Bonda.“ (chru)

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