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Jérôme Ferrari bekommt für seinen Roman "Le Sermon sur la chute de Rome" den renommierten französischen Literaturpreis "Prix Goncourt".
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Jérôme Ferrari bekommt für seinen Roman "Le Sermon sur la chute de Rome" den renommierten französischen Literaturpreis "Prix Goncourt".

Literaturpreis in Frankreich vergeben

Prix Goncourt an Jérôme Ferrari

Der Prix Goncourt, die bedeutendste Auszeichnung für französische Schriftsteller, geht in diesem Jahr an Jérôme Ferrari. Der 44-jährige Korse galt als klarer Favorit. Den ebenfalls renommierten Prix Renaudot erhält eine Autorin aus Ruanda.

Der bedeutendste französische Literaturpreis, der Prix Goncourt, geht in diesem Jahr an Jérôme Ferrari für seinen Roman „Le sermon sur la chute de Rome“ (etwa: Predigt über den Niedergang Roms). Wie die Jury am Mittwoch in Paris bekanntgab, setzte sich der 44-Jährige damit im zweiten Wahlgang knapp unter anderem gegen den jungen Schweizer Joël Dicker durch.

Ferraris Roman handelt von einem jungen Korsen, der sein Studium aufgibt, um gemeinsam mit einem Jugendfreund eine Bar in einem korsischen Dorf zu übernehmen. Die jungen Männer wollen aus dem Dorfcafé „die beste aller möglichen Welten“ machen, werden aber rasch von Enttäuschungen, Frustrationen und Konflikten eingeholt. Für Ferrari spiegelt sich in ihrem Schicksal die gesamte Menschheitsgeschichte wieder. In seinem Schwur hatte der heilige Augustin den Römern im Jahre 410 versichert: „Die Welt ist wie ein Mensch: Sie wird geboren, sie wächst und sie stirbt.“

Auszeichnung für den sechsten Roman

Der aus einer korsischen Familie stammende 44 Jahre alte Ferrari ist von Beruf Philosophie-Lehrer. Zur Zeit unterrichtet er am französischen Gymnasium von Abu Dhabi. Zuvor arbeitete er an Gymnasien in Algier und auf Korsika. Ferrari war der Favorit fast aller Shortlists für die diesjährigen französischen Literaturpreise. „Le sermon sur la chute de Rome“ ist sein sechstes Buch. Auf Deutsch erschien 2011 sein Roman „Und meine Seele ließ ich zurück“, der während des Algerien-Kriegs spielt. Der Prix Goncourt sichert den Autoren wochenlang einen festen Platz in den Bestsellerlisten und sechsstellige Auflagen.

Prix Renaudot an Ruandische Autorin

Ein zweiter Literaturpreis, der Prix Renaudot, ging überraschend an die Autorin Scholastique Mukasonga aus Ruanda, deren Familie bei den Massakern von 1994 getötet worden war. Sie erhält die Auszeichnung für den Roman „Notre-Dame du Nil“.

Blog der Autorin (französisch) (afp)

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