Reiten

Die Pferdeflüsterin

Isabell Werth schreibt gemeinsam mit Evi Simeoni über die Liebe zu ihren Tieren.

In der olympischen Geschichte des Reitsports ist Isabell Werth das Maß aller Dinge. Ihre sechs Olympiasiege in der Dressur sind unerreicht, weltweit hat sie mehr Turniere gewonnen als je ein Reiter oder eine Reiterin zuvor. Dieser Erfolg wäre nicht möglich gewesen ohne ihren einzigartigen Zugang zu Pferden.

Gemeinsam mit der Journalistin Evi Simeoni gewährt Isabell Werth einen tiefen Einblick in ihr Leben und ihren täglichen Umgang mit den Pferden. Von ihrem ersten großen Championatspferd Gigolo über Satchmo, Anthony, Fabienne, Apache und Warum nicht, genannt Hannes, geht es bis in die Gegenwart zu Weihegold, Emilio, Don Johnson und der über alles geliebten Bella Rose.

Sehr emotional schildert Werth ihre Beziehung zu ihren Tieren: Ihre erste Begegnung mit Gigolo („Schöner Gigolo? Zu diesem Zeitpunkt gar nicht. Doch dann machte er seinen ersten Trabtritt und war wie verwandelt. Ich wusste: Der ist es.“), der Ausraster von Satchmo bei Olympia 2008 („Ich bedaure, dass ihm in Hongkong die letzte Vollendung seiner Laufbahn nicht gelungen ist, nachdem die Zeit des Zweifels vorbei war. Das nicht Erklärbare, das Lebendige, das Besondere an ihm fesselt mich bis heute.“) oder die intensive Beziehung zu Bella Rose („Ein Traumbild, das sich in der Wirklichkeit materialisiert hat.“).

Auch das Thema Doping wird nicht ausgespart. 2009 wurde bei einer Kontrolle bei Werths Wallach Whisper die verbotene Substanz Fluphenazin gefunden: „Über Nacht stand ich in einem ganz anderen Licht da. Das war völlig absurd. Natürlich habe ich nicht gedopt. Mein Pferd hat das Mittel nicht vorsätzlich für den Wettbewerb bekommen. Ich will weder betrügen noch manipulieren.“ 2011 wurde sie mit einer verbotenen Medikation bei El Santo konfrontiert, dieses Verfahren wurde später eingestellt.

Isabell Werth und Evi Simeoni, die Werths Werdegang von Anfang an miterlebte, haben gemeinsam ein wunderbares Stück Reitergeschichte geschrieben. Wer das Buch aus der Hand legt, hat eine Menge über die Passion Reiten erfahren und über das nach wie vor unergründliche Wesen Pferd. (sid/FR)

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