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Gerd Fischer lebt vom Schreiben, von seinem Mainbook-Verlag und von seiner Arbeit als freier Lektor.
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Gerd Fischer lebt vom Schreiben, von seinem Mainbook-Verlag und von seiner Arbeit als freier Lektor.

Regionalkrimi

Mord im Waldstadion

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Der Frankfurter Autor Gerd Fischer präsentiert auf der Buchmesse seinen Eintracht-Krimi um die Detari-Millionen.

Die Detari-Millionen: Drei Wörter, die genügen, jedem Eintracht-Fan diese Melancholie ins Gesicht zu treiben, die Trauer um längst vergangene Fußballästhetik. Oder auch: Wut auf die Leute, die das Geld irgendwohin geschafft haben, wo es keiner mehr findet. Denn die rund 17 Millionen Mark, die die Eintracht 1988 für ihren ungarischen Ballzauberer Lajos Detari kassiert haben soll, sie sind weg.

Nach fast 30 Jahren sollte sie auch eigentlich vergessen sein – aber Gerd Fischer hat sie wieder ausgegraben, die Geschichte. Und in einen Krimi gepackt: „Einzige Liebe“ heißt er. Am Freitag auf der Buchmesse spricht der Autor, der die beiden erfolgreichsten Torschützen der Bundesligageschichte in seinem Namen vereinigt, Gerd Müller und Klaus Fischer, am Mainbook-Stand darüber: Wie der Eintracht-Fan Björn Schlicht im Stadion ermordet wird, wie Kommissar Rauscher ermittelt, und Liebe ist auch im Spiel.

„Ein Leser hat mich auf die Idee gebracht“, erzählt der Autor. „Der sagte: Warum schreibst du nicht mal einen Eintracht-Krimi?“ Dieser Fall ist nämlich schon der achte für Kommissar Rauscher. Davor ging es in Fischers Frankfurt-Krimis beispielsweise um Fluglärm oder um die Mietpreisexplosion („Abgerippt“). Und jetzt also die Eintracht. „Da wäre ich selbst gar nicht drauf gekommen“, sagt der 47-Jährige, „obwohl es so naheliegend ist.“

Das Werk ist schon seit März auf dem Markt. Vermutlich liegt es daran, dass sich am Buchmessestand in Halle 4.1 nicht gerade die Massen drängeln, um mehr darüber zu hören. Immerhin, zwei Frauen sind da, eine will sogar eine Widmung ins Buch geschrieben haben, und die andere bietet Bonbons an: HSV-Bonbons! Ganz schön frech.

Gerd Fischer lebt vom Schreiben, von seinem Mainbook-Verlag und von seiner Arbeit als freier Lektor. Und er legt Wert darauf, dass er Frankfurter Autoren die Chance gibt, ihre Manuskripte zu veröffentlichen: „Wo kann man das heute sonst noch?“ Seine Krimithemen findet er, indem er die Augen offen hält in der Stadt – „und ich höre zu, wenn mir Freunde erzählen, worüber sie sich aufregen“. Detari-Millionen etwa. Mal sehen, ob Kommissar Rauscher sie findet.

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