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Monika Maron in Berlin.
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Monika Maron in Berlin.

Verlagswechsel

Monika Maron geht zu Hoffmann und Campe

  • Judith von Sternburg
    VonJudith von Sternburg
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Hamburger Verlag kündigt Erzählung „Bonnie Propeller“ schon für Dezember an.

Monika Maron hat einen neuen Verlag gefunden: Bereits für Dezember kündigt Hoffmann und Campe die Hunde-Erzählung „Bonnie Propeller“ an, der im April der zuvor noch bei S. Fischer geplante Essayband „Was ist eigentlich los?“ folgen soll. Maron, teilte Hoffmann und Campe am Montag mit, arbeite zugleich an einem neuen Roman, der ebenfalls in dem Hamburger Haus erscheinen werde.

Maron hatte über Jahrzehnte bei Fischer in Frankfurt veröffentlicht, angefangen mit dem Roman „Flugasche“, der 1981 nicht in der DDR erscheinen durfte. Im Oktober hatte sie mitgeteilt, Fischer wolle ihr keinen neuen Buchvertrag – über „Was ist eigentlich los?“ hinaus – anbieten.

Der Verlag begründete dies mit Marons Beitrag in der „Exil“-Reihe der Edition Buchhaus Loschwitz und deren Vertrieb auch über Götz Kubitscheks neurechten Antaios-Verlag. „Greifen Sie zu dem, was in der Buchhandlung um die Ecke nicht mehr verkauft wird“, bewarb Antaios diese „Zuflucht für Kunst, die sich einem Klima zunehmender politischer Anfeindung ausgesetzt sieht“.

Nun zeigt sich, dass es so duster anscheinend nicht bestellt ist, wenn sich zwar ein großer Publikumsverlag – in der Moderation womöglich leicht verunglückt – gegen die weitere Arbeit mit Maron entscheidet, ein anderer indes schwungvoll dafür. Tim Jung, seit Herbst 2019 Hoffmann-und-Campe-Verleger, erklärte, Marons Werk gebe „dem gesellschaftlichen Diskurs, der für eine lebendige Demokratie unabdingbar ist, immer wieder wichtige Impulse“. Maron erklärte, Heinrich Heine (Campe-Autor der frühen Stunde) sei ihre erste literarische Jugendliebe gewesen, „die nun unverhofft zu einer symbolischen Altersliebe“ werde: „Die Gespräche mit Tim Jung haben mich überzeugt – seine Pläne für die Zukunft des Verlages ganz im freiheitlichen Geist von Heine.“ Entfremdung ist traurig, aber für Monika Maron ist es gut ausgegangen.

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