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Schreibt auch gerne Briefe und Einkaufszettel: Bernhard Schlink, hier in Barcelona fotografiert.
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Schreibt auch gerne Briefe und Einkaufszettel: Bernhard Schlink, hier in Barcelona fotografiert.

Bernhard Schlink

"Mich schmerzt der Niedergang der SPD"

  • VonCornelia Geissler
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Der Jurist und Schriftsteller Bernhard Schlink bewegt sich in zwei Welten. Ein Gespräch über die Schönheit von Rechtsschriften, die Rolle des Autors in der Gesellschaft und seinen Roman "Olga".

Herr Schlink, wir treffen uns hier in Berlin nahe der Humboldt-Universität, weil Sie sich das gewünscht haben. Was bedeutet sie Ihnen?
Es ist die Universität, an der ich lange gelehrt habe und manchmal noch lehre, der ich verbunden bin. Es ist aber auch die Universität, an der ich mit Erwartungen zu lehren begonnen habe, die sich nicht erfüllt haben. Wir meinten ja, wir könnten mit der Wiedervereinigung Deutschland noch einmal neu erfinden. Und wenn nicht Deutschland, dann die deutsche Universität. Und wenn nicht die deutsche Universität, dann doch die Humboldt-Universität. Es gab dazu viele Überlegungen, aber am Ende ist sie eine normale westdeutsche Universität geworden.

Sie nennen sie eine westdeutsche, nicht eine deutsche Universität? Wir sind in der vereinigten Bundesrepublik.
Das ist richtig, aber die Prägung der Universität ist westdeutsch. Nichts von dem, was wir meinten, aus dem ostdeutschen Erbe übernehmen zu können, wurde übernommen.

Sie saßen mit am Runden Tisch für eine neue Verfassung der DDR. Kommt daher die Sensibilität für das Thema?
Als im Dezember 1989/Januar 1990 an einer neuen Verfassung für die DDR gearbeitet wurde, ging es in der Tat um das ostdeutsche Erbe, das Erbe der DDR und das Erbe der Revolution. Ob die Wiedervereinigung gar nicht, später oder früher käme – man wollte der Bundesrepublik mit einer gleichwertigen Verfassung als gleichberechtigter Partner gegenübertreten und etwas vom eigenen Erbe bewahren und einbringen.

Aber dann wurde es ein Anschluss.
Nach der ersten freien Volkskammerwahl, bei der die Schwesterparteien der westdeutschen Parteien überwältigend gewonnen hatten, lief es auf den Beitritt hinaus. Ich dachte zunächst, das wiedervereinigte Deutschland sollte sich eine neue Verfassung geben – wie zwei, wenn sie zusammenziehen, sich besser eine neue Wohnung suchen, als dass sie zu ihm oder er zu ihr zieht. Aber nach der Wahl war klar, dass die Ostdeutschen rasch unter das westdeutsche Dach wollten, und es hatte keinen Sinn, auf einer neuen Verfassung zu beharren.

Damals wurde auch über eine neue Nationalhymne gesprochen. Daran musste ich kürzlich denken, als eine Gleichstellungsbeauftragte der SPD anregte, die jetzige Hymne zu ändern. Sie schlägt vor, statt von einem Vater- von einem Heimatland zu singen. Was halten Sie davon?
Wir haben ein Vaterland und eine Muttersprache – ist das nicht schön? Wie alle Nationalhymnen ist auch unsere ein Teil unserer Geschichte, unserer Geschichte auch im Wechsel vom Singen der ersten zum Singen der dritten Strophe, und wie alle Nationalhymnen ist auch unsere nicht auf der Höhe der Zeit.

Haben Sie die Nationalhymne mal gesungen?
Ich habe einmal sogar alle drei Strophen auswendig gelernt.

War es nicht seltsam, diese großdeutschen Ansprüche zu singen?
Wie wir alle singe auch ich nur die dritte Strophe. Überdies hatte Hoffmann von Fallersleben keine großdeutschen Ansprüche. Dass ihm Deutschland mehr wert war als alles andere, war Ausdruck seiner Sehnsucht nach dem Nationalstaat. Die Franzosen und die Engländer hatten ihn, sogar die Italiener sollten ihn bald haben, nur Deutschland war zerstückelt. Und ist die zweite Strophe nicht rührend, wie sie die deutsche Treue und die deutschen Frauen, deutschen Wein und deutschen Gesang preist?

Sie leben nicht nur in Deutschland, sondern auch in New York. Wie ist es, wenn Sie jetzt in die USA fahren, haben Sie gemischte Gefühle?
Ja. Trump verändert das Land nicht nur oberflächlich, sondern tiefgreifend – nichts bleibt davon unberührt. Ich habe zwei Freunde, die Trump gewählt haben. Wir sind noch Freunde, aber die Freundschaft ist nicht mehr dieselbe. Wir vermeiden, über Politik zu sprechen, aber unter Trump ist fast alles Politik. Die Gespräche mit den liberalen Freunden sind immer politisch und immer deprimiert. Die Demokraten in Amerika sind ähnlich hilflos wie die Sozialdemokraten in Europa. Auch hier lebe ich mit gemischten Gefühlen.

2013 haben Sie in einem offenen Brief vor der großen Koalition gewarnt. Und dann ist eingetroffen, was Sie gesagt haben: Die Partei verlor deutlich an Stimmen. Haben Sie sich an der Mitgliederbefragung beteiligt?
Ich habe für die große Koalition gestimmt. Nachdem die Parteiführung den Karren in den Dreck gefahren hatte, blieb nichts anderes übrig. Klaus Staeck und ich hatten der SPD vorgeschlagen, mit fünf Forderungen auf zwei Jahre in eine große Koalition zu gehen und dann Neuwahlen abzuhalten, zwei plus fünf. Es wäre besser gewesen als das „business as usual“, das jetzt wieder kommt.

Was waren das für Forderungen, die der ehemalige Präsident der Akademie der Künste und Sie formulierten?
Es sollten fünf realisierbare Forderungen sein, eine überschaubare Agenda für zwei Jahre – welche fünf, war nicht unsere Sache. Neuwahlen konnte die SPD nicht riskieren; würde jetzt gewählt, wäre nicht auszuschließen, dass die SPD hinter die AfD fiele. Aber in vier weiteren Jahren der großen Koalition wird sich die SPD weiter verschleißen. Aus diesem Dilemma suchten wir einen Ausweg.

Sie sind seit mehr als vierzig Jahren SPD-Mitglied. Sind Sie es noch gern?
Mich schmerzt der Niedergang der SPD. Wie die anderen europäischen Sozialdemokraten steckt die SPD in der Krise, weil sie nicht weiß, was sozialdemokratische Politik heute sein soll, angesichts der Globalisierung von Kapital und Wirtschaft, der globalen Migrationsströme, des Verschwindens der Arbeiterklasse, der Zunahme dessen, was Marx das Lumpenproletariat nannte.

Heute heißt es „die Abgehängten“.
Wie soll man sie integrieren? Und wie die Migranten? Können wir ein Einwanderungsland sein und, anders als traditionelle Einwanderungsländer, Migranten statt in den Arbeitsmarkt in die sozialen Systeme integrieren? Ist die starre Altersgrenze für Verrentung und Pensionierung sinnvoll? Ist es sinnvoll, junge Menschen auf die Universität statt in Handwerks- und andere Berufe mit Zukunft zu leiten? Wie geht es mit Europa weiter? Über alles das und vieles mehr müsste konzeptionell nachgedacht, auf die drängenden Fragen müssten sozialdemokratische Antworten gefunden werden. Die Politiker haben dafür keine Zeit. Es wäre die Aufgabe der Friedrich-Ebert-Stiftung. Aber auch sie macht „business as usual“, harmlos, einfallslos, kraftlos.

In unsere schwierige Gegenwart reicht Ihr neues Buch „Olga“ nur mit einem Zipfel hinein. Es sind die politischen Verhältnisse in Deutschland vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Bundesrepublik, die den Hintergrund für das Leben der Titelfigur bilden. Olga ist den Männern überlegen. Sie kommt aus einfachen Verhältnissen und versucht, das Beste daraus zu machen und das Bestmögliche zu erreichen. Wie haben Sie diese Figur gefunden?
Ich habe viele solche Frauen erlebt. Angefangen bei meinen Großmüttern – beide konnten nicht studieren, die eine, kapriziös und gewitzt, hätte das Zeug zu einer interessanten Publizistin gehabt, die andere, eine außergewöhnliche Literaturliebhaberin und -kennerin, zu einer guten Germanistin. Und immer wieder habe ich bei den Professoren, bei denen ich studiert oder gearbeitet habe, Sekretärinnen erlebt, die intelligent waren und etwas anderes hätten werden sollen.

Und die damals vermutlich Fräulein blieben.
Wie Fräulein Rinke im Roman. Oder Fräulein Pilgrim, meine Patentante, eine Volksschullehrerin, eine starke Frau, der ich viel verdanke.

Olga verliert unter dem Geschrei der Nazis ihr Gehör. Ferdinand, die Erzählerfigur im zweiten Teil, muss als Kind erst begreifen, dass sie nichts hören kann. Welche Herausforderung war es, die Dialoge mit Olga zu gestalten?
Ich habe mehrere taube Menschen kennengelernt, manche mit einer großen Meisterschaft des Von-den-Lippen-Lesens. Die Gespräche mit ihnen, die Gespräche zwischen Ferdinand und Olga stehen unter dem Gesetz des Sich-Gegenüberstehens, des Sich-Ansehens. Sie verlangen Konzentration auf den anderen.

Small Talk findet da nicht statt.
Taube Menschen sind nicht geschwätzig.

Was in ihr vorgeht, erfahren wir außerdem durch die Briefe, die den dritten Teil des Buches bilden, sehr klare, komprimierte Texte, wie Miniaturen. Entstanden die parallel zur Romanhandlung oder zuerst?
Zuerst gab es eine Begegnung mit einer historischen Gestalt, die zur Anregung für Herbert wurde.

Für Olgas große Liebe.
Es gab einen Deutschen, der sich freiwillig nach Deutsch-Südwestafrika zur Schutztruppe meldete, dort von der Weite der Sand- und Steinwüste fasziniert war, später der Schnee- und Eiswüste der Arktis verfiel und bei einer schlecht vorbereiteten Expedition ums Leben kam. Mich hat diese Sehnsucht nach Weite interessiert, die eigentlich eine Sehnsucht nach dem Nichts ist. Dann hat mich interessiert, wie eine Frau mit einem solchen Mann umgeht, an seiner Seite und als sein Gegenüber, wie sie, in seine Welt geboren und von seiner Welt bestimmt und begrenzt, sich durchsetzt und behauptet. Ich habe mit dem ersten Teil begonnen und mit dem dritten aufgehört, bin aber noch mal zum zweiten Teil und zu Ferdinand zurückgekommen.

Den Erzähler, in dessen Weg sich die Entwicklung der Bundesrepublik entdecken lässt.
Ich wollte ihn nicht so sichtbar haben wie Olga und Herbert. Er bleibt Chronist. Aber zwischen ihm und Olga entwickelt sich eine Freundschaft, wie es sie zwischen einem Enkel und einer Großmutter geben kann.

Er ist zeitweise wie ein Stichwortgeber für sie, damit ihre Meinungen ausgedrückt werden, etwa wenn sie die Anmaßung der Studenten 1968 kritisiert. Weshalb lassen Sie ihn später mutmaßen, was Olga zu bestimmten Dingen sagen würde?
Er lebt weiter mit ihr. Kennen Sie das nicht? Ich halte mit denen, die gestorben sind und mir lieb und teuer waren, weiter Zwiesprache. Was hätte er dazu gesagt, wie dächte sie darüber? Mir kam es natürlich so vor, dass Olga in Ferdinands Gedanken als Beobachterin präsent bleibt.

Olga gibt ihm mehr noch als seine Eltern das moralische Rüstzeug fürs Leben.
Von seinen Eltern erfahren wir im Roman nicht viel. Gewiss haben sie ihn geprägt. Aber Olga ist für Ferdinand da in der Zeit, als er sich finden will, von den Eltern löst und gegen sie stellt. Es ist die Zeit, in der es mit den Eltern schwierig wird und die Großeltern, die Tante, der Onkel wichtig werden.

Das ist auch das Alter, da die männliche Hauptfigur im „Vorleser“ auf Hanna trifft. Ist jene Zeit zwischen Jugend und Erwachsensein die literarisch interessanteste Zeit für Sie?
Auf jeden Fall ist es eine interessante Zeit. Was selbstverständlich war, wird fraglich, man ist auf der Suche, offen für Erlebnisse, Begegnungen und Prägungen und bereit, sich auf die Welt einzulassen.

Sind Sie wegen der Begegnung mit den jungen Menschen auch als Professor in der Lehre geblieben, als Sie längst hätten als Schriftsteller leben können?
Mir sind das Recht und die Gerechtigkeit wichtig, in der Lehre wie in der Praxis. Ich freue mich, dass ich mit einem Freund und Kollegen das Lehrbuch über die Grundrechte geschrieben habe, nach dem eine Generation von Studenten und Studentinnen die Grundrechte gelernt hat. Ich war gerne Richter am Verfassungsgericht in Münster und habe gerne Fälle vor Verfassungsgerichten vertreten, unter anderem in Wahlfragen, Schulsachen oder zum Schwangerschaftsabbruch. Aber dazu kommt, dass ich beim Schreiben glücklich bin und als protestantisches Pastorenkind das Gefühl habe, ich müsse mir das Glück verdienen, indem ich etwas unbezweifelbar Nützliches tue.

Als Sie nach Berlin kamen, hatten Sie bereits zwei Krimis veröffentlicht. Wie begegnete man Ihnen da? Heute wundert sich ja niemand mehr über schreibende Juristen wie Ferdinand von Schirach und Juli Zeh.
Ich habe mit den Kriminalromanen in den 80er Jahren angefangen, an der Universität Bonn. Dort wurde mein Schreiben von den Kollegen mit Schweigen übergangen, mit betretenem Schweigen: Kriminalromane schreiben, das macht man als Professor nicht. Dann kam der Erfolg, und wer Erfolg hat, den finden die Kollegen interessant und dem begegnen sie mit Neugier und Freundlichkeit.

War das Echo auf den „Vorleser“ ein Einschnitt für Sie?
Ich war fünfzig, Professor, Richter, vielfach engagiert. Ich hatte mein Leben, und der Erfolg war ein großes zusätzliches Geschenk, hat aber mein Leben nicht umgekrempelt. Wenn ich Mitte zwanzig gewesen wäre, wäre das sicher anders gewesen.

Hat es Sie gekränkt, dass alle Bücher danach daran gemessen wurden?
Hätte ich deshalb aufhören sollen? Ich bin glücklich beim Schreiben und glücklich, dass auch meine anderen Bücher gelesen und gemocht werden. Einen Erfolg wie den, den ich mit dem „Vorleser“ hatte, einmal im Leben zu haben, reicht.

Haben Sie als Jurist etwas durch Ihre literarische Arbeit gelernt?
Ich schreibe einfach gerne: Briefe, Geschichten, Essays, Einkaufszettel …

Das glaube ich nicht. Steht auf Ihren Einkaufszetteln etwas anderes als auf meinen? Brot, Milch, Äpfel…
Vermutlich schreibe ich sie lieber als Sie.

Schreiben Sie denn noch mit der Hand?
Je nachdem, wie ich anfange. Wenn ich eine Geschichte mit der Hand anfange, unterwegs, im Zug, auf einer Parkbank, schreibe ich sie auch so weiter. Und wenn ich etwas auf dem PC anfange, schreibe ich es auf dem PC zu Ende.

Unterscheidet sich das?
Wenn ich das Handgeschriebene später diktiere, gefallen mir manchmal Formulierungen, die ich durchgestrichen hatte. Im PC sind sie nicht mehr vorhanden. Dafür steht mir im PC das bereits Geschriebene, die Gestalt des Textes, besser vor Augen.

Und wie verhält sich nun das literarische zum juristischen Schreiben?
Es gibt eine klägliche juristische Gebrauchssprache, und es gibt wunderschöne juristische Prosa. Ihre Schönheit liegt nicht zuletzt in ihrer Klarheit. Auch ich wollte immer klar schreiben; Leser und Leserinnen sollen meine juristischen Texte nicht mühsam entziffern müssen. Und auch nicht meine literarischen – ich möchte, dass sie sich mit dem Inhalt beschäftigen, mit den Personen und Konflikten und Problemen, nicht mit dem Entziffern der Texte.

Die Juristen waren erst skeptisch, als Sie mit der Literatur begannen. Wie haben die Literaten reagiert, als Sie in deren Welt eintraten?
Ich kenne ein paar Schriftsteller und Schriftstellerinnen, ein paar Journalisten und Journalistinnen. Aber ich bin in der Welt der Literatur und des Feuilletons nicht zu Hause. Ich lebe wohl zwischen den Welten.

Die Rolle des Schriftstellers in der Gesellschaft ist wieder im Gespräch.
Die Rolle des Schriftstellers? Er hat Verantwortung für die Gesellschaft wie der Lehrer, die Pfarrerin, der Kaufmann, die Ingenieurin. Er soll gute Bücher schreiben, wie der Lehrer guten Unterricht geben soll. Er hat keine höhere moralische Autorität als die anderen, und er soll sie sich auch nicht anmaßen.

Was in Ihren Büchern eine wichtige Rolle spielt, ist das Lesen. Auch Olga erringt ihre Reife und innere Freiheit durch Lesen. Wenn Sie nun in den USA die Veränderung der Verlags- und Buchhandelslandschaft sehen, fragen Sie sich da, wie lange es noch Leser gibt?
Sie haben recht – heute werden weniger Bücher verkauft als früher. Vielen befriedigt heute die Serie das Bedürfnis nach großen Geschichten, das früher der Roman befriedigte.

Schauen Sie Serien?
Ich mag beim Roman den Spannungsbogen, der auf den ersten Seiten beginnt und bis zu den letzten hält. Serien schaffen das nicht; nach der gelungenen ersten und vielleicht zweiten oder allenfalls dritten Staffel wird einfach weiter und weiter gedreht. Ich fürchte nicht, dass das Buch untergeht. Es gibt derzeit einen Trend vom elektronischen zurück zum gedruckten Buch. Ich habe meinem Sohn viel vorgelesen, und er ist ein Leser geworden, und er hat seinen Töchtern viel vorgelesen, und sie werden Leser.

Das Vorlesen weckt Leser?
Von Generation zu Generation. Und es macht Spaß, dem Vorlesenden und dem Zuhörer, es verbindet beide und bleibt beiden eine kostbare Erinnerung.

Interview: Cornelia Geissler

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