+
Die 35-jährige Margaret Mitchell am Schreibtisch, aufgenommen im April 1936, einen Monat vor der Veröffentlichung von „Gone With the Wind“.

Neuübersetzung eines Klassikers

Margaret Mitchell: „Vom Wind verweht“ – „Endlich ist es ein modernes Buch“

  • schließen

Andreas Nohl und Liat Himmelheber haben „Gone With the Wind“ neu übersetzt. Nun sprechen sie über Margaret Mitchells Absichten und den Umgang mit dem N-Wort.

Frau Himmelheber, Herr Nohl, warum veralten Übersetzungen schneller als die Werke selbst?

Liat HimmelheberIch glaube, Bücher veralten auch. Ich habe viel mit Studenten und Schülern zu tun, und die haben solche Mühe, Literatur zu lesen, die ein bisschen älter ist. Da gebe ich einer Germanistikstudentin die Mignon-Lieder und sage zu ihr, sie kenne doch sicher „Wilhelm Meister“, und sie darauf: Nie gehört.

Andreas NohlSprache altert, und dieser Prozess scheint sich ein wenig beschleunigt zu haben. Der erste Übersetzer von Margaret Mitchells „Gone With the Wind“, Martin Beheim-Schwarzbach, der übrigens nur eine Rohübersetzung angefertigt hat, wuchs mit dem Idiom der Neoromantik und dem Realismus von Wilhelm Raabe auf. Es fällt ihm schwer, eine amerikanische Autorin, die im 20. Jahrhundert parallel zu Hemingway geschrieben hat, zu übersetzen, ohne ihren stilistischen Intentionen zu widersprechen.

HimmelheberAußerdem ist eine Dichterin oder ein Dichter vielleicht doch ein größeres Genie als die Übersetzer und die Originaltexte sprachlich einfach werthaltiger.

NohlDie neuen Übersetzungen sind im Übrigen auch nicht immer alle besser als die älteren. Aber es ist in der Tat eine Mode, ein Trend, der um 2000 eingesetzt hat, und ich hatte das Glück, stark davon zu profitieren. Ich wollte zum Beispiel Mark Twain zunächst gar nicht übersetzen: „Huckleberry Finn“, das kam mir sinnlos vor angesichts von zig existierenden Übersetzungen. Aber dann erwies es sich doch als notwendig und wichtig.

Könnte man also sagen: Die Ansprüche an Übersetzungen sind deutlich gestiegen?

NohlIn der Tat. Der Ethos des Übersetzens hat sich mit Blick auf die Bücher, über die wir hier reden, die so genannten Klassiker, kolossal verändert. Wir sind philologisch vollkommen genau, es ist wissenschaftlich sozusagen alles belegbar, was wir da machen. Wir beschäftigen uns mit den Intentionen der Autorin, des Autors, leuchten das ganze Umfeld aus, und das fließt dann in den Geist der Übersetzung hinein. Früher hieß Übersetzen schon auch: Gut, ich bringe das jetzt irgendwie über das Ufer und auf die andere Seite. Hans Wollschläger mit seinem „Ulysses“ war dann ein Epochenbruch in der deutschen Übersetzungskultur.

HimmelheberDazu kommt, dass heute auch vieles nachprüfbarer ist, zumindest in den gängigeren Sprachen. Da kann man nicht mehr einfach irgendwas schreiben nach Gefühl und Wellenschlag. Es muss auch den Ton treffen. Und den trifft bei Mitchell die alte Übersetzung eben gar nicht.

Bei der Leipziger Buchmesse hat einer der Nominierten für den Übersetzerpreis einmal gesagt, beim Übersetzen entstehe selbstverständlich ein ganz neues Buch. Können Sie damit etwas anfangen?

NohlEine Neuübersetzung ist wie eine Neuinszenierung. Sie können aus einem schlechten Stück durch eine gute Inszenierung ein sehr gutes Stück machen, das habe ich bei meiner Frau, die ja viel auf dem Theater war, durchaus wahrnehmen können. Umgekehrt habe ich es allerdings mindestens genauso oft erlebt. Deutschland hat als Land in der Mitte eine grandiose Übersetzerkultur, und deutsche Schriftsteller haben immer auch übersetzt. Und die ungeheure Modulationsfähigkeit des Deutschen eröffnet die Möglichkeit, Bücher praktisch aus dem Morast zu holen, sollten sie sich in einem solchen befinden.

Modulationsfähigkeit des Deutschen?

NohlSie haben im Deutschen enorm viele Möglichkeiten. Selbst die Kürze der englischen Sätze ist hin und wieder durch eine knackige idiomatische Wendung im Deutschen womöglich noch zu übertreffen.

HimmelheberWobei „neues Buch“ trotzdem übertrieben ist, würde ich sagen. Man versucht ja gerade, den Ton des Originals einzufangen. Natürlich geht das nicht eins zu eins, aber es soll sich am Ende lesen, als wäre es auf Deutsch geschrieben.

NohlExakt, der Rhythmus muss stimmen, wir reden hier ja weitgehend über großartige Schriftsteller, die ihrem Atem gefolgt sind beim Schreiben. Und ich folge diesem Atem auch. Das ist entscheidend. Bei der Gelegenheit will ich noch mal Ihrer Vermutung widersprechen, dass Übersetzungen so schnell verwittern. Wenn eine Übersetzung so gelingt, dass Weltliteratur auf Deutsch spürbar wird, dann ist das nicht in dreißig, vierzig Jahren schon wieder vorbei. Wie die großen romantischen Übersetzungen Bestand haben. Schleiermachers Platon zum Beispiel: Ich kenne jede Menge Platon-Übersetzungen, nichts kommt an Schleiermacher heran. Mehr als 200 Jahre her, immerhin. Ich würde nicht für mich in Anspruch nehmen, dass mir das auch gelingt, ich erhoffe es mir aber. Ein kritischer Kollege hat schon zu mir gesagt: Du spinnst, du wirst in 50 Jahren überholt sein. Dann kann es mir aber egal sein, denn dann bekomme ich es nicht mehr mit.

Wie kam es nun dazu, dass Sie „Vom Winde verweht“, künftig: „Vom Wind verweht“ neu übersetzt haben?

NohlDas war ein Zufall. Ich selbst habe den Film als Student gesehen und mich tödlich gelangweilt. In einem großen Kompendium der amerikanischen Literatur stolperte ich dann über eine Seite, auf der Margaret Mitchell abgebildet war. Mir war klar: Jemand, der so in die Kamera blickt, kann kein dummes Buch geschrieben haben. Daraufhin habe ich mir das Leben angeschaut und kam auf diesen merkwürdigen frühen Todesfall. Mit 48 war sie von einem Taxi überfahren worden. Das interessierte mich, schon der Fall interessierte mich, weil ich wissen wollte, ob der Ku-Klux-Klan seine Finger im Spiel hatte.

Tatsächlich?

NohlSo fing ich jedenfalls an zu recherchieren und besorgte mir dann die deutsche Übersetzung. Es zeigte sich schnell, dass sie völlig an dem vorbeigeht, was heute interessant ist. Dann haben wir das Original gelesen, vor allem Liat hat es gelesen, die dramatisch viel schneller liest als ich. Und sie sagte zu mir: Ich rate dir dringend davon ab.

Was, wirklich?

NohlAber ich war dann schon einen Schritt weiter, und der Kunstmann-Verlag zeigte sich äußerst interessiert. Mein Eindruck war: Wir können erstens die ganzen Rassismen tilgen, fast alle zumindest. Zweitens: Wenn es sich wirklich als ein Trivialroman erweisen würde – was dann nicht der Fall war –, würde zumindest ein sehr gut lesbares Buch zu machen sein. Es ist nämlich ein enorm komplexer Roman, der sehr viele Themen und Bereiche abdeckt. Ich nenne das Weltunterhaltungsliteratur.

Und Sie, Frau Himmelheber, haben abgeraten?

HimmelheberEben wegen der vielen Rassismen. Ich hatte den Eindruck, damit würde man nicht fertig werden können. Außerdem, ja, ist es Unterhaltungsliteratur.

NohlAuch in Beheim-Schwarzbachs Übersetzung fällt permanent das N-Wort, das ist unerträglich, dazu die Beschreibungsklischees. In Mitchells Zeit war das aber nicht per se rassistisch gemeint, während es für uns extrem rassistisch konnotiert ist. Das konnten wir komplett rausschmeißen, ohne dem Text Gewalt anzutun. Jetzt ist von „Schwarzen“ die Rede, von „Sklaven“, und die Beschreibungen sind eben Beschreibungen: Es gibt Menschen mit vollen Lippen, wie es schmallippige gibt.

Aber im englischen Text steht es so drin.

HimmelheberSie benutzt das Wort „negro“, es war das gängige Wort, aber heute zuckt man jedes Mal zusammen.

NohlDarum ist es in ihrem Sinne, dass wir das ändern. Mitchell war keine Rassistin. Sie war vielmehr darauf bedacht, niemanden zu diffamieren. Es gibt Briefe, in denen sie das genau ausformuliert. Wir entsprechen ihrer Intention. Ich hätte den Roman nicht übersetzt, wenn es ein rassistischer Roman wäre. Das ist er nicht. Im Roman kommen Rassisten vor, und die Rassisten reden auch wie Rassisten. Aber Mitchell legt großen Wert darauf, dass die Erzählerstimme selbst nicht rassistisch ist.

Okay: Frau Himmelheber war dagegen, Herr Nohl dafür, dann haben Sie sich gemeinsam an die Arbeit gemacht. Wie das?

HimmelheberDie schiere Masse hat das erzwungen. Es war gar nicht so viel Zeit.

NohlUnd ich wollte die Frauenperspektive dabei haben.

Wie haben Sie sich das Buch aufgeteilt?

HimmelheberWir hatten anderthalb Jahre bis zum Erscheinungsdatum, unsere eigene Arbeit war natürlich viel früher fertig. Andreas hat angefangen und ich bin bei einem späteren Kapitel eingestiegen. Wir haben jeweils zusammenhängende Blöcke übersetzt und uns gegenseitig lektoriert.

NohlLiat lektoriert ohnehin alle meine Sachen.

HimmelheberUnd das spart viel Zeit. Wenn ich etwas allein übersetzen würde, müsste ich die Arbeit ein Viertel Jahr liegen lassen. Dann erst hätte ich den notwendigen Abstand, sie zu beurteilen.

Was mussten Sie denn vorher absprechen?

NohlWas meinen Sie damit?

Zum Beispiel wie die Schwarzen sprechen. Da haben Sie eine sehr überzeugende Lösung gefunden, wie mir scheint. Sie sprechen anders, aber eindeutig in ihrer Muttersprache. Nichts vom peinlichen Radebrechen wie bei Beheim-Schwarzbach. Wie Mammy zum Beispiel sagt: Sie rede sich hier den Mund fusselig.

NohlSuperschön, nicht wahr? Eine typische Liat-Formulierung.

Oder „Gentlemänner“. Das müssen Sie sich doch vorher überlegt haben.

HimmelheberDas entwickelt sich beim Arbeiten und ständigen Überarbeiten. Sicher war die Redeweise im Roman insgesamt der Teil, den ich am intensivsten immer wieder verfeinert habe.

Nohl„Gentlemänner“ ist auch typisch Liat. Es gab immer wieder Wendungen, bei denen uns klar war: Da müssen wir uns noch was einfallen lassen. Meistens fällt dann Liat etwas ein. Zwei Kräfte kommen zusammen, wenn man zusammen übersetzt, das ist großartig. Obwohl ich das Experiment nicht fortsetzen möchte. Ich will schon wieder alleine übersetzen.

Warum?

NohlWeil ich es wahnsinnig schön finde, wenn man mit jemandem zusammenlebt und jeder aber doch seinen Bereich hat. Man trifft sich auf neutralem Gelände, sie redet über ihre Arbeit, ich über meine.

War das vorhin ein Scherz, als Sie sagten, Sie wollten auch eine Frauenperspektive drin haben?

NohlNein, das war von Anfang an meine Idee. Ein so großes Buch, bei dem die weibliche Perspektive ein entscheidendes Element ist: Das wollte ich nicht allein auf mich beziehen. Das erschien mir abenteuerlich. Wir sind beide nicht mehr die Jüngsten, aber ich fand es gut, die Rollen von Scarlett und Rhett auch beim Übersetzen zu teilen. Einen Schnurrbart habe ich ja auch. Und es hat sich wirklich sehr gelohnt, es so zu machen. Liats Effet wirkt sich in der Übersetzung stark aus.

HimmelheberAußerdem konnte ich zum Beispiel mit den Modegeschichten mehr anfangen als Andreas.

NohlDa wäre ich aufgeschmissen gewesen, Krinolinen ...

Wobei ich auch nicht genau weiß, was eine Krinoline ist. Vielleicht sind Sie im Bilde, weil Sie von der Bühne kommen?

NohlUnd Liats Eltern sind Kunsthistoriker, die habe ich ohnehin immer wieder angerufen und sie konnten mir relativ schnell Sachen erklären.

Man muss bestimmt viele Leute zu Rate ziehen.

NohlDas ist ein Prinzip meiner und in diesem Fall unserer Arbeit: Ich nehme mir immer einen Fachlektor von außen, den ich unabhängig vom Verlag beschäftige. Diesmal hatten wir einen Historiker ...

Himmelheber... der auch beim Militär war und sich da extrem gut auskennt, was in diesem Fall sehr wichtig ist ...

Nohl... und der irgendwann mit dem ungeheuer schönen Kompliment kam: Das lese sich ja wie Fontane.

Vorhin haben Sie gesagt, man könne den Roman im Deutschen von Rassismen befreien. Was bedeutet das für das englische Original?

NohlEnglischsprachige Leser verlegen die Sprache automatisch in die Zeit, in der der Roman spielt.

HimmelheberNein, das glaube ich nicht. Das N-Wort durchzieht dieses Buch wie eine Seuche. Für heutige amerikanische Leser muss das ein Problem sein.

NohlAber die Sklaverei wird geschildert und die Borniertheit der Südstaatler deutlich gezeigt. Rhett macht sich ständig lustig darüber. Der Roman ist ja vor allem kritisch gegenüber den Südstaaten, auch wenn das gerne übersehen wird.

Aber was bedeutet das für das Original? Müsste man das auch umschreiben? Eine Frage, zu der Sie, Herr Nohl, sich schon öfter kritisch geäußert haben.

NohlJa, das hielte ich für einen großen Fehler. Dann fände ich es gerechter, wenn das Buch sterben würde. Die Furie des Verschwindens ergreift jeden von uns und auch jedes Buch. Andererseits ist es die Chance einer solchen Neuübersetzung, dass Sie ein älteres Buch von seiner Belastung befreien und im Grunde retten können.

Warum kam eigentlich so lange keine zweite Übersetzung nach?

HimmelheberEs hat sich schließlich blendend verkauft. Es bestand keine Notwendigkeit mehr, sich damit zu befassen.

NohlUnd es wurde zugleich in eine Schmuddelecke geschoben. Es galt als Liebesromanze, als Südstaatenquatsch. Das ist unser Vorteil, dass das Buch achtzig Jahre geschlummert hat. Dieses Buch war ein Schläfer. Und wir können es aus dieser Verwahrlosungssituation herausholen und völlig renoviert auf den Markt bringen.

Was war die größte Überraschung bei der intensiven Beschäftigung mit dem Roman? Sie betonen im Nachwort den nüchternen Stil.

NohlDer so nüchtern auch nicht ist, nur im Kontrast zu Beheim-Schwarzbachs Übersetzung. Man kaut da keinen Sand. Mich hat überrascht, wie gut das Buch ist.

HimmelheberMich auch, mit wiederholtem Lesen. Ich habe immer neue Qualitäten entdeckt: Wie gut die Geschichte gebaut ist, all die Verweise auf spätere Dinge, die ganz am Anfang zu finden sind.

NohlUnd das Volumen an Problemen, das von einer Autorin von Mitte zwanzig hier verhandelt wird. Sie hat etwas freigeräumt für die nachfolgenden Autorinnen, Carson McCullers, Flannery O’Connor. Sie ist wie mit einem riesigen Schaufelbagger gekommen und hat die Szene freigeräumt. Eine historische Leistung.

Weiß man etwas drüber, wie sie selbst darauf kam?

NohlSie hat als Kind und junge Frau diese schwülstige, diese – inklusive der Verherrlichung des Ku-Klux-Klans – rassistische Südstaatenliteratur gelesen und ist darin auch aufgegangen, wie sie später bekannte. Ihre Familie war historisch interessiert, vom Bürgerkrieg war immer die Rede. Erst mit zwölf bekam sie mit, dass die Südstaaten diesen Krieg verloren hatten, und war tief erschüttert darüber. Aber sie hat sich der modernen Entwicklung der Vereinigten Staaten nicht entziehen können und wollen. Ihre Mutter war Frauenrechtlerin. So löste sie sich von der alten Südstaatenliteratur. Wobei man, um das klarzustellen, sie nicht mit William Faulkner vergleichen kann, der ganz andere Voraussetzungen hatte.

Finden Sie den Film auch so schlecht wie Ihr Mann?

HimmelheberJa. Wir machen immer wieder einen Versuch, ihn uns komplett anzusehen, aber sind immer noch nicht durch. Ein Regisseur sagte einmal zu mir: Der Kuss in „Gone With the Wind“ sei der schönste Kuss überhaupt. Wir haben die Szene also angeguckt, und ich dachte: Was, das soll der tollste Kuss der Filmhistorie sein?

NohlDie alte Übersetzung kommt dem Film atmosphärisch sicher näher. Wenn Sie unsere Übersetzung nehmen, würde man sich eher Quentin Tarantino wünschen. Das wäre eine Sensation. Es ist ein modernes Buch. Endlich ist es ein modernes Buch.

Eine letzte, aber wichtige Frage: Was hat das Ende zu bedeuten?

NohlSie wissen, dass es bei uns anders klingt? Das lahme „Morgen ist auch noch ein Tag“ wird zum dynamischen – und originalgetreuen – „Morgen ist ein neuer Tag“.

HimmelheberWas das nun bedeutet, darüber haben wir allerdings auch unterschiedliche Meinungen.

NohlIch sage: Sie ist zwischen Glück und Unglück. Sie wird versuchen, das Glück zu erreichen.

HimmelheberAber ich bin davon überzeugt, dass sie keinen Erfolg haben wird. Rhett hat immer alles gemacht, was er gesagt hat. Er wird nie zu ihr zurückkehren.

Interview Judith von Sternburg

„Gone With the Wind“ und die neue Übersetzung

Liat Himmelheber wurde 1956 in Stuttgart geboren. Die Mezzosopranistin und langjährige Opernsängerin hat seit 2008 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Nürnberg. Mit ihrem Mann zusammen hat sie vor Jahren bereits einige Jugendbücher übersetzt. 

Andreas Nohl wurde 1954 in Mülheim a. d. Ruhr geboren. Seit 1989 ist der studierte Philosoph als freier Schriftsteller und inzwischen erfolgreicher Übersetzer tätig. 

„Gone With the Wind“ erschien 1936, die Journalistin Margaret Mitchell erhielt dafür 1937 einen Pulitzer-Preis. 1949 wurde sie von einem betrunkenen Taxifahrer angefahren und starb Tage später mit nur 48 Jahren an ihren Verletzungen. Bereits 1937 war die deutsche Übersetzung „Vom Winde verweht“ erschienen. Das Verschwinden des Dativ-E’s soll nun eine neue Ära in der deutschsprachigen Rezeption markieren: Die Übersetzung von Andreas Nohl und Liat Himmelheber erscheint am 2. Januar im Antje Kunstmann Verlag.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion