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Margarete von Schwarzkopf

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Literaturexpertinnen geben Tipps zur Buchmesse... Margarete von Schwarzkopf

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Als Journalistin, Krimiautorin und Mitglied verschiedener Literaturjurys kommt Margarete von Schwarzkopf seit den 1970er Jahren zur Buchmesse. Jetzt genießt sie, sich einfach treiben zu lassen.

Lange Zeit war Margarete von Schwarzkopf Redakteurin beim Norddeutschen Rundfunk, wo sie unter anderem die wöchentliche Büchersendung betreute. Sie studierte Anglistik und Geschichte und arbeitete später als Feuilletonredakteurin bei der Welt. Heute ist Margarete Mitglied in verschiedenen Literaturjurys, moderiert Literaturveranstaltungen und schreibt eigene Bücher. Zuletzt sind von ihr zwei Kriminalromane erschienen.

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Was bringt Dich persönlich auf die Buchmesse? Ich komme seit den späten siebziger Jahren fast regelmäßig zur Buchmesse, mit wenigen Ausnahmen. Jahrelang waren es rein berufliche Interessen, nun genieße ich mehr Freiraum und habe endlich Zeit, mich einfach nur treiben zu lassen und bei den Verlegern in Ruhe „einzukehren“. Bei der diesjährigen Buchmesse moderiere ich zwei Veranstaltungen am Mittwoch und Donnerstagabend.

Welche Veranstaltung sollte man auf keinen Fall verpassen? Ein guter Ort dafür ist „Open Books“ mit sehr unterschiedlichen Autoren, darunter Amelie Fried und Friedrich Ani.

Wo kann man das Gastland Georgien am besten erleben? Das Gastland hat ja einen eigenen Pavillon und ist auch in der Halle für ausländische Verleger vertreten. Die Georgier werden auf der Messe in zahlreichen Talks vorgestellt, Blaues Sofa, Stände der Zeitungen wie FAZ oder SZ. Am Sonntag ist dann die Vergabe des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Aleida und Jan Assmann in der Paulskirche.

Wo kann man was Vernünftiges essen, ohne gleich pleite zu sein? Auf dem Platz zwischen den Hallen gibt es Buden mit Verpflegung wie Würstchen oder Kartoffelpuffer. Aber nichts ist preiswert während der Buchmesse. Am besten selber etwas mitbringen.

Zur Reihe: Die Website der Frankfurter Buchmesse macht es einem nicht gerade einfach. Beim Suchen nach Veranstaltungen überkommt einen raumgreifende Verpassangst. Was, wenn man am Ende eine total langweilige Lesung erwischt, fades Essen bestellt, auf einer Party landet, wo sich gerade mal drei Leute die Beine in den Bauch stehen, mit denen man keinen Smalltalk führen kann, weil man die spannendsten Bücher nicht gelesen hat und nichts über das Gastland weiß? Wir fragen Literatur-Expertinnen und jahrelange Buchmessengängerinnen nach Insider-Tipps, um die Katastrophe abzuwenden. In der Literaturszene sind weibliche Stimmen nach wie vor unterrepräsentiert. In dieser Reihe befragen wir daher ausschließlich Frauen mit ganz unterschiedlichen Biografien und Berufen. 2018 ist auch das Jahr der Frau.

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