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Die Berliner Autorin Annett Gröschner.

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Literaturexpertinnen geben Tipps zur Buchmesse... Annett Gröschner

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Annett Gröschner ist eine lausige Tänzerin, hat dafür aber schönste Buchempfehlungen auf Lager.

Annett Gröschner studierte Germanistik an der Humboldt-Universität Berlin. Schon seit langem setzt sie sich für Frauenrechte ein und gründete Anfang der 90er mit anderen die DDR-Frauenzeitschrift Ypsilon und war Herausgeberin der Zeitschriften Sklaven und Sklavenaufstand.

Heute arbeitet Annett als freie Schriftstellerin und Journalistin in Berlin. Sie ist Mitbegründerin und Redakteurin von „10 nach 8“ bei Zeit Online. Das Autorinnen-Kollektiv der Reihe setzt sich für mehr Aufmerksamkeit für weibliche Stimmen ein.

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Was bringt Dich persönlich auf die Buchmesse? Eigentlich fahre ich nur zu Buchmessen, wenn ich ein neues Buch habe, aber jetzt mache ich das dritte Jahr eine Ausnahme, weil ich den FR-Blog „Unter Dreißig“ der Studierenden der Universität der Künste Berlin betreue.

Welche Veranstaltung sollte man auf keinen Fall verpassen? „Die politische Verantwortung zum Schutz gefährdeter Kulturschaffender“, Weltempfang Bühne (Halle 4.1 B 81) am 11.10.18 um 13:30 Uhr.

Bei welcher Veranstaltung kann man mit dem Gastland Georgien auf Tuchfühlung gehen? Ich denke, es lohnt sich im Ehrengastpavillon auf der Messe vorbeizuschauen.

Wo kann man eine schöne Pause machen und ein Buch lesen? Es gibt ein paar Hallen, in denen eher still gearbeitet wird, dort kann man sich zurückziehen, wenn einem der Trubel zuviel wird.

Wo gibt es die beste Party und wie kommt man rein? Ich persönlich favorisiere die Hotlist-Feier und -Preisverleihung der unabhängigen Verlage am Freitag. In die angeblich besten Partys kommt man eher als Servierfachkraft, denn als Autorin. 

Welches Thema treibt Dich um? Im Moment der Osten nach 1949 und dort vor allem die Frauen, die in der Schwerindustrie gearbeitet haben.

Wie findet es Ausdruck? Durch Sprache.

Was treibt Dich an? Die Sucht zu schreiben und außerdem die zu oft verschobene Deadline.

Warum das geschriebene Wort? Ich bin eine lausige Tänzerin, habe das Malen mit 18 aufgegeben und spiele kein Instrument.

Zur Reihe: Die Website der Frankfurter Buchmesse macht es einem nicht gerade einfach. Beim Suchen nach Veranstaltungen überkommt einen raumgreifende Verpassangst. Was, wenn man am Ende eine total langweilige Lesung erwischt, fades Essen bestellt, auf einer Party landet, wo sich gerade mal drei Leute die Beine in den Bauch stehen, mit denen man keinen Smalltalk führen kann, weil man die spannendsten Bücher nicht gelesen hat und nichts über das Gastland weiß? Wir fragen Literaturexpertinnen und jahrelange Buchmesse-Gängerinnen nach Insider-Tipps, um die Katastrophe abzuwenden. In der Literaturszene sind weibliche Stimmen nach wie vor unterrepräsentiert. In dieser Reihe befragen wir daher ausschließlich Frauen mit ganz unterschiedlichen Biografien und Berufen. 2018 ist auch das Jahr der Frau.

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