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OB Peter Feldmann, die FR-Redakteure Christian Thomas und Claus-Jürgen Göpfert, Ex-Stadtrat Hilmar Hoffmann (von links).
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OB Peter Feldmann, die FR-Redakteure Christian Thomas und Claus-Jürgen Göpfert, Ex-Stadtrat Hilmar Hoffmann (von links).

Buchmesse

Kultur für alle

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Am Messestand der Frankfurter Rundschau drängen sich die Zuhörer und parlieren illustre Gäste. Einer von ihnen ist Ex-Kulturdezernent Hilmar Hoffmann. FR-Redakteur Claus-Jürgen Göpfert hat über ihn eine Biografie geschrieben.

Das Leben am Messestand der Frankfurter Rundschau ist interessant und manchmal atemberaubend – dann nämlich, wenn dort illustre Gäste parlieren und sich die Zuhörer drängen. Am Freitag ist das ständig der Fall. Zunächst sind Ex-Kulturdezernent Hilmar Hoffmann und FR-Redakteur Claus-Jürgen Göpfert zu Gast. Der eine hat über den anderen eine fantastische Biografie geschrieben.

„Frankfurt galt als unregierbar“, sagt der Moderator, FR-Feuilletonchef Christian Thomas, zu Hoffmann, „warum sind Sie damals trotzdem gekommen?“ – „Weil ich das Gegenteil beweisen wollte“, sagt Hoffmann. Das dürfte heute als gelungen bewertet werden. In Hoffmanns Amtsjahren wurden zwölf Museen gebaut, der Eintritt war frei. Das waren Zeiten. Aber wo bleibt eigentlich der OB? Peter Feldmann wollte doch mitreden?

Da ist er ja. „Peter, grüß dich, da ist ein Platz für dich“, sagt Hoffmann. Der OB setzt sich auf einen Zeitungsstapel, während der Stadtrats a.D. anmahnt, in der Kultur sei noch viel Luft nach oben. „Kultur für alle“ sei ein Motto, das sinngemäß ins Grundgesetz gehöre, fordert Hoffmann. Das ist ganz nach dem Geschmack Feldmanns: „Wir dürfen Kultur nicht für wenige reservieren, sie muss in den Stadtteilen präsent sein, die Alte Oper soll rausgehen in die Schulen.“

Göpfert verlangt, ernst zu machen mit der Kultur für alle, „sonst wird es mit der Integration der Flüchtlinge nichts werden“. Da sind sich alle vier auf dem Podium einig: Die Sprache ist der Schlüssel zur Kultur, zur Integration, zu allem. Und Feldmann ist in Geberlaune: Als eine Besucherin den „freien Mittwoch“ in Museen anregt, sagt er: „So etwas muss möglich sein.“

Nichts als Zerstörung

Im zweiten Gespräch des Tages hat FR-Wirtschaftsredakteur Tobias Schwab die Buchautorin und Journalistin Kathrin Hartmann zu Gast. Sie ist unterwegs mit ihrem Buch „Aus kontrolliertem Raubbau“ über die Verbrechen der Politik und der Wirtschaft am Klima. „Ein idealer Zeitpunkt für das Buch“, sagt Schwab, kurz vor der UN-Klimakonferenz in Paris. Kathrin Hartmann recherchierte viel in Indonesien. „Ich hatte vorher schon vieles auf Bildern gesehen“, sagt sie, „aber wenn man dann tage-, wochenlang durch nichts als Zerstörung fährt, das tut einem körperlich weh.“ Wie die Weltgemeinschaft so lang nahezu ignorieren konnte, was in Indonesien geschieht, um Palmöl zu produzieren, ist ihr schleierhaft.

Später am Nachmittag fesselt das Gespräch von FR-Redakteur Danijel Majic mit Kollegen der satirischen Wochenzeitung „Feral Tribune“ aus Kroatien die Besucher.

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